Tokio (JAPANMARKT/mf) – Man kann einen Golf fahren – oder mit einem Toyota Landcruiser unterwegs sein. Das hängt vor allem von der Geländebeschaffenheit ab. Aus dem gleichen Grund finden auch die besonders stabilen Laptops von Panasonic, passenderweise Toughbook genannt, seit Jahren ihre Käufer. Für seinen neuen, extrem robusten Toughpad in Smartphone-Größe bricht der Elektronikkonzern sogar sein Versprechen, die Produktion dieser Geräte aufzugeben Aber die Nische ist wohl zu lukrativ, da normale Smartphones schnell kaputtgehen.

Mini-Toughpad im Außeneinsatz

Die Toughpads eignen sich besonders für den Außeneinsatz in der Luftfahrt, im Baugewerbe, im Rahmen des Vertriebsaußendiensts und im öffentlichen Sektor – Bereiche, in denen extreme Umweltbedingungen herrschen und Funktionsfehler zu unakzeptablen Konsequenzen führen könnten. Deswegen übersteht das neue Gerät mit dem 5-Zoll-Schirm Stürze aus bis zu drei Meter Höhe, funktioniert auch nach Monaten im Wasser und hält Temperaturen zwischen minus 20 und plus 60 Grad aus.

Wie funktioniert das? Das Toughpad hat ein Magnesiumskelett, das mit nachgebendem Kunstoff geschützt wird. Die Lautsprecher sind besonders laut, und damit Telefonieren unter Lärm klappt, gibt es drei Mikrofone, um Störungen herausfiltern zu können. Das Display reagiert auch auf Berührungen mit einem Handschuh, Akkuwechsel ist bei laufendem Betrieb möglich. Das Ergebnis ist ein Smartphone, was viel dicker, größer und schwerer ist als etwa ein Sony Xperia, Samsung Galaxy oder Appe iPhone.

Neue Größe, neue Geräteklasse

Deswegen kann man nur schwer sagen, ob es sich wirklich um ein Smartphone handelt oder nicht doch um ein Phablet oder Handheld. Aber das Toughpad ist eben nicht zum Fun, sondern für den Business-Einsatz konzipiert. Einige Knöpfe lassen sich konfigurieren, man kann Zusatzmodule wie ein Kartenleser aufstecken, es gibt einen Barcode-Leser. Mit Hilfe von Metallführungen kann man das Gerät in eine Halterung stecken, etwa in eine eigene Dockingstation im Fahrzeug. Wahlweise kommt Android oder Windows als Betriebssystem in Frage.

Foto: Panasonic