Tokio (JAPANMARKT/nd) – Auf diesen Moment dürften viele Expatriates lange gewartet haben: Die japanische Hauptstadt ist endlich nicht mehr die teuerste Stadt der Welt. Dank der Abwertung der japanischen Währung ist Tokio in der Rangliste der Städte mit den höchsten Lebenshaltungskosten, die von der Economist Intelligence Unit zwei Mal jährlich erstellt wird, auf den sechsten Platz zurückgefallen. Der neue Spitzenreiter ist ein Konkurrent von Tokio in Asien.

Singapur steigt auf Nummer 1

Singapur hat Tokio als teuerste Stadt abgelöst, unter anderem wegen der hohen Kosten für ein eigenes Fahrzeug. Vor einem Jahrzehnt hatte Singapur erst den 18. Platz belegt, aber die Aufwertung seiner Währung und stetige Inflation habe das Leben in diesem Stadtstaat immer teurer gemacht. Auf dem zweiten Platz folgte Paris, dahinter Oslo, Zürich und Sydney. Ein kondensierter Bericht lässt sich hier herunterladen.

London erreichte trotz der hohen Mieten in einigen inneren Stadtbezirken nur Platz 15. Die Bewohner von Singapur dürften sich über den neuen Titel kaum freuen. Schon heute können sich die meisten der 5,3 Millionen Einwohner kein eigenes Auto leisen. Dafür muss man nämlich bei einer Auktion eine Lizenz ersteigern, die oft teurer ist das Auto selber.

Lebensmittel in Tokio am teuersten

Der neuesten Darstellung zufolge bleiben asiatische Städte besonders teuer für gewöhnliche Lebensmitteleinkäufe. Tokio beispielsweise ist die teuerste Stadt in dieser Hinsicht. Dagegen zeigen sich europäische Städte als besonders teure Orte für Erholung und Unterhaltung.

Den höchsten Wert für das wenigste Geld bietet – Mumbai in Indien. Ähnlich billig sind Neu-Delhi, Karachi und Katmandu. Der Bericht vergleicht 400 Einzelpreise über 160 Produkte und Dienstleistungen in 140 Städten in 93 Länder.

Foto: Rainbow Bridge, Tokio (flickr/hide99)