Tokio (JAPANMARKT/pb) – Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaats Sachsen, besucht für eine Woche Japan und pflegt dort Kontakte zu den japanischen Firmen, die in seinem Bundesland ansässig sind. Zu seinen Stationen gehören Tokio, Yonezawa, Nagoya und Osaka. Im vergangenen Jahr exportierte der Freistaat Sachsen Waren im Wert von 536 Millionen Euro nach Japan (1,7 Prozent der Gesamtexporte), die Importe lagen bei 826,7 Millionen Euro (4,4 Prozent der Gesamtimporte). Auch in kultureller Hinsicht begeistert Sachsen den ostasiatischen Inselstaat.

Standorte-Wettbewerb

„Japan ist mit 27 Investitionen stark in der sächsischen Wirtschaft vertreten. Sie sind spezialisiert auf Zulieferungen für die Automobil- und Halbleiterindustrie sowie den Maschinenbau und damit Rückgrat für unsere wichtigen Branchen“, sagte Tillich. Da Sachsen aber in einem globalen Standorte-Wettbewerb stehe, sei es wichtig, die guten Kontakte zu diesen Investoren zu pflegen.

„Ich möchte vor Ort und von den Unternehmern persönlich erfahren, ob sie mit ihren Standorten im Freistaat zufrieden sind oder was wir besser machen können. Schließlich sind zufriedene Investoren die beste Werbung für den Standort Sachsen“, so Tillich.

Auch die Zusammenarbeit zwischen sächsischen und japanischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich der Organischen Elektronik gewinne zunehmend an Bedeutung. „Deshalb werde ich gemeinsam mit sächsischen Unternehmen den Forschungsstandort Yonezawa besuchen“, sagte Tillich.

Gewandhausorchester in Tokio

Das weltberühmte Gewandhausorchester Leipzig wird seine 21. Japan-Tournee am 23. März 2014 mit einem Konzert in Tokio beenden. „Tourneen in Japan sind für das Gewandhausorchester ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Spielplans.

Damit sind unsere Musiker Botschafter des Freistaates in der Welt. Sie machen ihr fasziniertes Publikum neugierig auf Sachsen und seine kulturellen Highlights“, sagte Tillich. Er freue sich bereits auf den Besuch des Abschlusskonzertes.

Meissener Porzellan

Ein weiterer Exportschlager „made in Saxony“, der die Japaner mehr und mehr begeistert, ist das „Meissener Porzellan“. „Japan ist der wichtigste Exportmarkt für unser ‘weißes Gold‘. Wir werden das Meissen-Café im Hankyu-Kaufhaus in Osaka besuchen. Dort können die Japaner sich täglich ein Bild von sächsischer Tradition, Präzision und Handwerkskunst machen“, sagte Tillich.

In Tokio sind außerdem hochrangige politische Gespräche und ein Besuch in der Deutschen Schule vorgesehen. Tillich wird auf seiner ersten Reise nach Japan vom Staatssekretär im Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Hartmut Fiedler, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, Peter Nothnagel, sowie von den Landtagsabgeordneten Benjamin Karabinski und Klaus Tischendorf begleitet.

Foto: MP Stanislaus Tillich (Sächsische Staatskanzlei/Jörg Lange)