Tokio (JAPANMARKT/pb) – Der experimentelle Windpark vor der Küste von Fukushima geht in seine zweite Ausbauphase. Das Konsortium von Industriefirmen unter Führung des Industrieministeriums METI hat die erste schwimmende Trägerplattform für eine 7-Megawatt-Windturbine fertiggestellt. Sollte das Offshore-Kraftwerk 20 Kilometer vor der Küste erfolgreich stabil und genug Wind produzieren lassen, würde dort bis 2020 der größte Windpark Japans entstehen.

Schwimmende Windturbine

Im ersten Schritt wurde im November eine schwimmende 2-Megawatt-Turbine in Betrieb genommen (JAPANMARKT Online berichtete). Die Turbine ist mit sechs riesigen Ketten in 120 Meter Tiefe am Meeresboden festgemacht. Diese Turbine soll in der Ausbaustufe im Jahr 2015 um zwei weitere Turbinen mit je 7 Megawatt sowie zwei weitere schwimmende Umspannwerke ergänzt werden.

Die erste schwimmende Plattform für eine der Mega-Turbinen ist jetzt auf der Werft Nagasaki fertiggestellt worden. Die 7-Megawatt-Turbine wird dort gerade von Mitsubishi Heavy Industries gefertigt. In Chiba stellt Furukawa Electric das Unterwasserkabel her, das die Turbinen mit dem schwimmenden 66-Kilovolt-Umspannstation verbinden soll.

Zusammenbau im Dezember

Nach dem bisherigen Zeitplan, der jedoch wetterabhängig ist, werden bis Ende August die Ketten und Anker im Testgebiet verlegt. Parallel wird das Hochspannungskabel an seinen Standort transportiert und dort im Untergrund vergraben. Ab Dezember sollen die Turbinenteile im Hafen Onahama auf der schwimmenden Plattform montiert werden.

Sollte die Erprobung zur Zufriedenheit der Betreiber verlaufen, werden bis zum Ende des Jahrzehnts ingesamt 143 Turbinen aufs Meer geschleppt. Die Kapazität soll dem bisherigen Plan zufolge 1 Gigawatt erreichen, ungefähr so viel wie die Leistung von Reaktor 6 in Fukushima Daiichi, der demnächst stillgelegt wird.

Fotos: Mitsubishi Corp.