Tokio (JAPANMARKT/jw) – Japans Unternehmen sind traditionell gut bei Materialien – sowohl in der Entwicklung als auch in der kommerziellen Verwendung. Jetzt stellte das Magazin Nikkei Asian Review die Entwicklungen von drei Unternehmen vor, bei denen sich die Oberfläche selbst repariert. 

Selbstheilende Oberfläche

Der Mittelständler Natoco aus der Präfektur Aichi hat eine Deckfarbe entwickelt, die kleine Kratzer selbständig verschwinden lässt. Das Material schließt die Öffnung innerhalb von Sekunden und die Oberfläche ist danach wieder glatt. Das Material eignet sich für Autolacke und die Oberfläche von elektronischen Geräten.

Die elastische Energie innerhalb der Farbschicht reagiert wie eine Springfeder, wenn sie bei einem Kratzer unter Druck gesetzt wird, und geht dabei zurück in ihre ursprüngliche Form. Das funktioniert natürlich nur, solange die Oberfläche nicht zu sehr zerstört wird. Der Markt für solche selbstheilende Polymere soll in den nächsten Jahren stark wachsen.

Zement schließt eigene Lücken

Sumitomo Osaka Cement hat eine neuartige Zement-Mischung entwickelt. Auch dieses Material schafft es, kleine Öffnungen selbsttätig zu verschließen. Das funktioniert durch eine andere Mischung der Zement-Bestandteile. Das Material würde sich für Abwasserrohre und Tunneldecken eignen. Es ist zwar doppelt so teuer wie normaler Beton, aber hält länger und spart entsprechend Unterhaltskosten.

Der Ingenieurspezialist IHI nutzt eine Technologie aus der Luftfahrt, um Küchenmesser zu verbessern. Eine Metalloberfläche aus Flugzeugturbinen setzt IHI für ein neues Küchenmesser ein. Das Messer bleibt über ein Jahr lang rasierklingenscharf, da die Messerkante nicht glatt ist, sondern aus vielen winzigen Kerben von mehreren Dutzend Mikrometern Länge besteht.

Foto: Trampolineffekt bei Natoco-Farbe (Natoco)