Tokio (JAPANMARKT/mf) – Asiens größter Textilkonzern Fast Retailing aus Japan trumpft mächtig auf. Im abgelaufenen Quartal stieg der Nettogewinn nicht nur um knapp zwei Drittel zum Vorjahr. Der Umsatz wuchs um 23 Prozent. Dabei wurde Fast Retailing, das für seine Hauptmarke Uniqlo bekannt ist, so global wie nie.

Starker Auftritt von Uniqlo

Im Vierteljahr zwischen Oktober und Dezember hat der Umsatz im Ausland erstmals die Einnahmen im Inland übertroffen: Uniqlo Japan machte mit 232,6 Milliarden Yen (1,6 Milliarden Euro) im vergangenen Quartal etwas weniger als die Hälfte der Gesamteinnahmen des Konzerns aus.

Die Einnahmen in Japan stiegen zwar um zwölf Prozent, aber das Auslandsgeschäft legte fast vier Mal so schnell zu. Die internationalen Verkäufe von Uniqlo sprangen um 47 Prozent auf 168 Milliarden Yen. Vor allem die Länder Südkorea, China, Hongkong und Taiwan verzeichneten hohes Wachstum.

Teilweise trug dazu die Abwertung des Yen zum Dollar um 12,3 Prozent im Berichtszeitraum bei. Deswegen verbuchte Fast Retailing einen Kursgewinn von 15,3 Milliarden Yen für das in Dollar und andere Auslandsdevisen gehaltene Vermögen. Zudem bringt jede Kursabschwächung um 1 Yen Fast Retailing 1 Milliarde Yen mehr an Betriebsgewinn ein.

Erste Filiale in Deutschland

Auch das zweite Auslandsstandbein verzeichnete starke Erfolge. Die Sparte mit anderen weltweit aktiven Marken brachte 78,1 Milliarden Yen an Einnahmen in die Kasse. Das waren 18,6 Prozent mehr als Vorjahr. Wachstumsträger waren die Marken GU und Theory. Dagegen stagnierte das Geschäft mit J Brand.

Uniqlo hatte im vergangenen Jahr das erste Geschäft in Deutschland eröffnet (JAPANMARKT Online berichtete). In den USA drängt Konzernchef Tadashi Yanai auf schwarze Zahlen. Aber der Schwerpunkt der Expansion bleibt in Asien: In China will Uniqlo jährlich 100 Filialen öffnen, in den USA dagegen 30 und in Europa nur 10. Das offizielle Ziel von Yanai: Die Weltmarktführer Zara und H&M zu überholen.

Foto: Uniqlo Berlin (flickr/alper cugun)