Tokio (JAPANMARKT/pb) – Die japanische Hauptstadt Tokio ist die sicherste Stadt der Welt. Im neuen Ranking des britischen Magazins Economist schaffte es die japanische Hauptstadt knapp vor Singapur an die Spitze. Am besten schnitt Tokio in einer unerwarteten Kategorie ab.

Niedrige Kriminalitätsrate

Unter den Top Ten in der Tabelle der sichersten Städte der Welt steht Osaka als zweite japanische Stadt auf Platz 3. Die Schweizer Großstadt Zürich kam auf den siebten Platz. Die beste deutsche Stadt ist Frankfurt auf Platz 20. Ganz auf unten auf der Liste der 50 Städte (komplett hier als PDF) steht die indonesische Hauptstadt Jakarta.

Für das Ranking wurden die persönliche Sicherheit und das Risiko, Opfer eines gewalttätigen Verbrechens zu werden, berücksichtigt. Die Stadt ist bekannt für ihre niedrigen Kriminalitätsrate, aber Osaka war in diesem Punkt sogar noch besser. Im Interview (siehe Video) verweist Tokios Bürgermeister Yoichi Masuzoe auf die Tatsache, dass die Menschen in den U- und S-Bahnen schlafen, weil sie keine Angst vor dem Ausrauben hätten.

Außerdem wurde die Sicherheit der Gesundheit und der Infrastruktur sowie die digitale Sicherheit untersucht. Tokio schnitt am besten in der digitalen Sicherheit ab, aber die unbefriedigende Luftqualität minderte den Gesundheitswert.

Sicherheit für Olympia 2020

Ein Aspekt der Studie war ein Vergleich der Olympiastädte. Tokio hat sich acht Ziele für die Olympischen Spiele 2020 gesetzt. Sicherheit steht dabei an oberster Stelle. Tokio will seine eigenen Spiele internetmäßig sicherer machen. Die Webseite der Olympischen Spiele 2012 in London wurde Millionenfach angegriffen. Aber das Thema Sicherheit hat vor allem mit der Gefahr eines großen Erdbebens für die weltgrößte Metropole mit rund 37 Millionen Einwohnern zu tun. Der Tsunami und die Kernschmelzen im AKW Fukushima die teuerste Naturkatastrophe der Welt.

Daher sieht die Vision der Stadtregierung für 2020 die Vorbereitung von Disaster-Management auf lokaler Ebene sowie eine Verbesserung der Gebäudesicherheit vor. Jedes fünfte Gebäude ist vor 1981 entstanden und damit verwundbarer für ein Erdbeben als die Gebäude, die danach unter verschärften Auflagen gebaut wurden.

Foto: Skyline Tokio (Wikipedia)