Tokio (JAPANMARKT/js) – Nach mehr als fünf Jahren Renovierung erstrahlt Japans schönste Burg wieder in elegant weißem Glanz. Anlässlich der Eröffnung am Wochenende beschlossen die Burg Himeji und das bayerische Schloss Neuschwanstein, beim Marketing eng zusammenzuarbeiten. Beide Bauwerke verbindet ihr weißes Erscheinungsbild und ihre romantische Schönheit und Pracht.

Beim Marketing voneinander lernen

Schloss Neuschwanstein und Burg Himeji beabsichtigen mit dem Abkommen, ihre Kultur und Faszination gemeinsam global zu vermitteln. Auch soll ein Beitrag geleistet werden, eine internationale Freundschaft zu entwickeln und den Tourismus in den Regionen zu fördern.

Burg Himeji und Schloss Neuschwanstein haben die gleiche große Herausforderung, Touristen aus aller Welt willkommen zu heißen und gleichzeitig diese Kulturstätten für künftige Generationen zu bewahren. Hier kann ein Erfahrungsaustausch Früchte tragen. Für die Burg Himeji war es die erste Renovierung seit 1964.

Erfahrungsaustausch der Burg-Manager

„Beide weltweit bekannten Kulturgüter können von einem gemeinsamen Marketing und einem Erfahrungsaustausch profitieren“, teilte der bayerische Finanzminister Markus Söder zum Abschluss des Kooperationsabkommens für Tourismusförderung mit. Auf japanischer Seite unterzeichneten das Abkommen der Bürgermeister der Stadt Himeji Toshikatsu Iwami und der Gouverneur der Präfektur Hyogo, Toshizo Ido.

Die Burg Himeji in der Präfektur Hyogo gehört zu den nationalen Kulturschätzen Japans und wurde 1993 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Der Park um die Burg ist als einer der schönsten Parks in ganz Japan für das Kirschblütenfest „Hanami“ bekannt. Die Burganlage besteht aus 83 einzelnen Gebäuden und gilt als eindrucksvollstes Beispiel des japanischen Burgenbaus.

Hohe Ehre für Bayern-Delegation

In den „Allgäuer Nachrichten“ schwärmte der Bürgermeister von Füssen, Paul Iakob, von den offiziellen Feierlichkeiten zur Eröffnung. Die Füssener saßen unter den 1.000 Gästen ganz vorne in der zweiten und dritten Reihe. Laut dem Bericht spielten zwei Kapellen, die japanische Armee flog Flugzeuge in einer Formation über der Burg, und es gab Tänze und Taiko-Trommelspiel. Die bayerische Delegation fuhr anschließend nach Numata weiter, wo das 20-jährige Bestehen der Städtefreundschaft gefeiert wurde.

Zu der Gruppe gehörten noch Füssens Hauptamtsleiter Andreas Rist, Stadtrat Michael Schmück und der Initiator der Schlösser-Kooperation, der Füssener Hotelier Wilhelm Schwecke. Neuschwanstein, das Märchenschloss König Ludwigs II., gehört zu den Pflichtstationen für japanische Touristen auf der „Romantischen Straße“ durch Deutschland und ist zusammen mit der BMW-Welt in München der größte Anziehungsmagnet in Bayern für Besucher aus dem Ausland.

Fotos: Frisch renovierte Burg Himeji (Burg Himeji); Schloss Neuschwanstein (flickr/nite dan)