Tokio (JAPANMARKT/jek) – Bei der Vorstellung der Jahresbilanz enthüllte Hiroshi Mikitani, Chef von Japans größtem Online-Shopping-Portal Rakuten, auch eine andere wichtige Zahl. Danach sind die Englisch-Fähigkeiten seiner Mitarbeiter enorm gestiegen.

Fähigkeiten erheblich gesteigert

Das durchschnittliche Ergebnis beim offiziellen Test of English for International Communication, kurz TOEIC, ist deutlich gestiegen! Vor fünf Jahren kamen die Mitarbeiter von Rakuten noch auf einen Wert von 526,2. Doch dann wurde Englisch als interne Firmensprache eingeführt. Alle Mitarbeiter mussten ihre Fähigkeiten verbessern.

Fünf Jahre später spiegelt sich diese Anstrengung in einem deutlich erhöhten Testergebnis wieder: Im Schnitt kommen die Rakuten-Mitarbeiter jetzt auf 802,6 von 990 möglichen Punkten. Ein Wert über 800 bedeutet ein fortgeschrittenes Niveau. Das Unternehmen hatte dabei mit Unterricht teilweise während der Arbeitszeit nachgeholfen.

Verenglischung für Globalisierung

Rakuten-Chef Mikitani hatte diese Politik die „Englishnization“ – die Verenglischung – seines Unternehmens getauft (JAPANMARKT Online berichtete). Damit sollte die Firmenzentrale in Japan besser in die Lage versetzt werden, die globale Expansion des Shopping-Portals zu begleiten und zu unterstützen. Alle Konferenzen, Trainings und E-Mails finden auf Englisch statt.

Das Unternehmen hatte im Februar 2014 für 905 Millionen Dollar den Messenger-Dienst Viber gekauft und im September die Online-Rabatt-Seite Ebates in den USA für 1 Milliarde Dollar übernommen. Zuletzt zahlte Rakuten für einen Anteil am Uber-Taxi-App-Konkurrenten Lyft in den USA 300 Millionen Dollar sowie für den E-Buch-Verkäufer OverDrive 410 Millionen Dollar.

Foto: Screenshot Rakuten Deutschland-Homepage