Tokio (JAPANMARKT/fek) – Man nehme japanisches Kobe-Rindfleisch und lasse es von einem deutschen Metzger verarbeiten: Heraus kommt die teuerste Bratwurst der Welt. Die Wünsche in der Gastronomie werden eben immer exklusiver.

Basis Kobe-Rindfleisch

Die überraschende Kombination aus einer gewöhnlichen Wurst und dem japanischen Luxusfleisch macht den eigentlichen Reiz dieser Kreation aus. Dahinter steckt der in Fachkreisen bekannte deutsche Metzgermeister Dirk Ludwig aus Schlüchtern in Hessen.

Das Fleisch der berühmten Kobe-(Wagyu)-Rinder kostet in Deutschland je nach Sorte 300 bis 500 Euro. Die Kobe-Wurst mit 40 Gramm Inhalt kommt daher auf rund 30 Euro. Die Einschätzung des deutschen Metzgers, es handele sich um die „teuerste Wurst“, dürfte daher stimmen.

Wunsch nach Exklusivität

Branchenexperten sehen den Wunsch nach Exklusivität in der Spitzengastronomie hinter solchen besonderen kulinarischen Experimenten. Eine Edel-Kette mit Restaurants in London, New York und Las Vegas hatte Metzgermeister Ludwig mit der Herstellung beauftragt. Die Würste sind laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa Teil eines mehrgängigen Kobe-Menüs.

Gegenüber der Agentur sagte Ludwig, er habe tüfteln müssen. Die ersten Versuche seien ungenießbar gewesen. Das dürfte damit zusammenhängen, dass dieses Rindfleisch besonders weich ist und relativ viel Fett enthält. Das Kobe-Fleisch bezieht der Deutsche direkt aus Japan. Der Metzger hat auch einen Online-Versandshop, aber die Kobe-Wurst ist dort bisher nicht zu kaufen.

Foto: Vollmond-Salami (Quelle: Metzgerei Dirk Ludwig)