Tokio (JAPANMARKT/fr) – Eine stattliche Prämie soll den Absatz von Elektroautos in Deutschland ankurbeln. Toyota gewährt nun einen gleich hohen Rabatt für Hybrid-Fahrzeuge.

3.000 Euro für Plug-in-Hybrid

Die Bundesregierung fördert den Verkauf von Fahrzeugen mit Elektroantrieben mit bis zu 1,2 Milliarden Euro. Das Geld wird nach dem Windhund-Prinzip vergeben: Wer erst kauft, wenn der Topf leer ist, erhält keine Prämie mehr. Umgekehrt gilt: Wenn der Topf bis Ende 2019 nicht ausgeschöpft wird, verfällt das restliche Geld.

4.000 Euro gibt es für den Kauf eines batteriegetriebenen Elektroautos, 3.000 Euro für Fahrzeuge mit Plug-in-Hybridmotor. Der Listenpreis darf nicht höher als 60.000 Euro sein. Die Hälfte der Prämie wird vom Autohersteller übernommen, die andere Hälfte gibt es als Zuschuss vom Staat.

Kaufanreiz für Hybridautos

Toyota gehört zu den Herstellern, die bei der Prämie mitmachen. Aber anscheinend hat man die Sorge, dass darunter der Absatz der „normalen“ Hybrid-Fahrzeuge ohne Ladestecker leidet. Diese Modelle werden nicht gefördert, obwohl sie einen Elektromotor haben und effizienter mit Kraftstoff umgehen als Plug-in-Hybrid-Autos.

Also legt Toyota jetzt eine eigene Prämie von 3.000 Euro für Hybridautos auf. Das gilt für die Modelle Yaris Hybrid, Auris Hybrid, Auris Touring Sports Hybrid, den neuen RAV4 Hybrid sowie den Technik-Pionier Prius und den siebensitzigen Prius+. Wer in bar bezahlt, erhält noch mehr Rabatt.

Das Angebot könnte man auch so interpretieren, dass Toyota potenzielle Käufer eines Elektroautos zu seinen Hybridfahrzeugen lockt. Bei diesem Preisnachlass dürfte der japanische Autobauer jedoch kaum noch etwas verdienen. In Europa stellten Hybridfahrzeuge im vergangenen Jahr knapp 25 Prozent des gesamten Toyota und Lexus Absatzes.

Foto: Toyota