Tokio (JAPANMARKT/fr) – 2015 sorgte die Neuorganisation des Vertriebsnetzes von Toyota für viel Aufregung unter den Händlern der japanischen Marke. Jetzt wurde der Umbau auf ein einstufiges Netz abgeschlossen.

Nur noch Direktverkauf

Von nun an vertreibt der japanische Hersteller seine Fahrzeuge in Deutschland ausschließlich über Direkthändler. Das Toyota Händlernetz besteht nun aus 240 Neuwagenpartnern mit insgesamt 380 Vertriebsstandorten. Hinzu kommen 260 Servicestandorte.

Diese einstufige Struktur bietet gegenüber dem bisherigen System mit Gruppenhändlern und angeschlossenen Partnerhändlern deutliche Vorteile: „Das verkürzt unsere Kommunikationswege und vereinfacht die organisatorischen Prozesse für alle Beteiligten“, sagt Tom Fux, Präsident Toyota Deutschland.

Umsatzrendite steigt

Positiv wirkt sich nach Darstellung von Toyota aus, dass nun jeder Partner sein Marktgebiet komplett selbstständig und auf eigene Rechnung bearbeitet. Dafür wurden mit 175 ehemaligen Partnerhändlern direkte Verträge abgeschlossen.

Nach Unternehmensangaben wirkt sich die neue Struktur bereits positiv aus. Die Umsatzrendite stieg von 1,0 Prozent im vergangenen Jahr auf derzeit über 1,2 Prozent. Für 2017 peilt Toyota eine Umsatzrendite von über 1,5 Prozent an.

30 Händler gesucht

Im Vertriebsnetz für den Neu- und Gebrauchtwagenverkauf gibt es deutschlandweit derzeit noch etwa 30 Open Points. Diese Vertriebsgebiete, zu denen auch die Städte Mainz, Wiesbaden und Rosenheim zählen, werden derzeit nicht durch einen Toyota Partner abgedeckt, sodass hier engagierte Interessenten willkommen sind.

Mit dem erfolgreichen Start der neuen Vertriebsstruktur Anfang Juni liegt Toyota voll im selbst gesteckten Zeitplan. Bereits Ende 2015 war ein Großteil der Verträge mit den Händlern abgeschlossen.

Foto: Toyota Deutschland Zentrale in Köln (Wikipedia GFDL)