Tokio (JAPANMARKT/fr) – Epson will in Deutschland und Europa mit besonders nachhaltigen Produkten neue Marktanteile erobern. Konzernchef Minoru Usui ließ es sich nicht nehmen, die Strategie bis 2025 persönlich in Meerbusch vorzustellen.

Nachhaltigkeit als Vertriebsargument

Vor der deutschen Presse betonte Usui, dass Epson mithilfe seiner Technologien zur Sicherung einer nachhaltigen Gesellschaft beitragen wird. „Unsere Anspruch geht über die Technologie, die umweltschonende Produkte ausmacht, hinaus. Eine umweltfreundliche Zukunft kann nur dann erreicht werden, wenn sie durch unternehmerisches Handeln gestützt wird“, sagt Usui.

Jüngste Ergebnisse einer Untersuchungsreihe des Branchenanalysten Quocirca zeigen, dass nur knapp ein Viertel der europäischen Unternehmen voll auf ökologisch nachhaltige Technologien setzen. Das gilt für 74 Prozent der Großunternehmen und 33 Prozent der kleinen und mittleren Betriebe.

Potenzial bei kleinen und mittleren Firmen

Größere Unternehmen (39 Prozent) waren eher bereit energieeffiziente IT zu nutzen als kleinere Unternehmen (8 Prozent), wobei KMU die Kosten als größtes Hindernis angaben. Die im April und Mai 2016 durchgeführte Studie wurde unter IT-Einkäufern aus 500 europäischen Organisationen zum Thema Nachhaltigkeit durchgeführt.

Hauptargument von Epson ist der geringe Stromverbrauch von Tintenstrahldruckern, die seit einiger Zeit auch die Büros erobern. Der Grund: Laserdrucker müssen vor dem Drucken vorwärmen, was Strom frisst. Nach Angaben von Epson lassen sich mit Tintendruckern bis zu 96 Prozent Strom sparen. Wegen der Nachfüllpatronen statt dem Austausch der Laserdruckeinheit sinkt die Abfallmenge um 95 Prozent.

Vier Wachstumsfelder für Europa

„Wir werden unsere Technologien in den vier innovativen Feldern Inkjet, Wearables, Robotik und Visual Imaging noch weiter verfeinern, um den Wert für unsere Kunden zu steigern und unseren Beitrag zur Verbesserung der Umwelt zu erhöhen. Unsere Ziele sind ehrgeizig, aber das Ausmaß der ökologischen Herausforderungen unserer Welt erfordert starke Antworten und wir wollen weiterhin maßgeblich daran beteiligt sein, Lösungen dafür zu entwickeln – das ist unsere Pflicht als Hersteller.“, so Minoru Usui.

Der in Meerbusch vorgestellte mittelfristige Geschäftsplan „Epson 25“ betont Innovationen in den vier Bereichen Inkjet, Visual Imaging, Wearables und Robotik. Europa spielt dabei eine wichtige Rolle. So investiert Epson über 50 Millionen Euro in Europa und fokussiert sich dabei vor allem auf den Ausbau der Infrastruktur, der IT, des Marketings und des Personals, um die europäischen Vertriebskapazitäten zu stärken.

Foto: Epson-Präsident Minoru Usui (Copyright: Epson/Fotograf: Ralf Baumgarten)