Tokio (JAPANMARKT/fr) – Die höchsten Manager-Gehälter in Japan werden an Ausländer gezahlt. Bei Toyota gab es dabei eine Überraschung. 

Drei Ausländer an der Spitze

Börsennotierte Unternehmen in Japan müssen seit sechs Jahren alle Manager-Gehälter über 100 Millionen Yen (aktuell 885.000 Euro) offenlegen. Nach diesen Daten war Carlos Ghosn das zweite Jahr in Folge (JAPANMARKT Online berichtete) der bestbezahlte ausländische Manager in Japan, wenn man von Softbank-Vize Nikesh Arora und seiner Sonderrolle absieht.

Ghosn verdiente als Chef von Nissan 1,07 Milliarden Yen (9,5 Millionen Euro). Das waren 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der 62-Jährige führt gleichzeitig Renault und erhielt dafür weitere 7,25 Millionen Euro. Das ist insgesamt ungefähr so viel wie Ford-Chef Mark Fields mit 18,6 Millionen Dollar, obwohl Ford deutlich kleiner ist.

Toyota-Vize verdient mehr als Chef

Überraschung bei Toyota: Der Franzose Didier Leroy verdiente in seinem ersten Jahr als Stellvertreter von Toyota-Chef Akio Toyoda 696 Millionen Yen (6,2 Millionen Euro). Leroy damit rund doppelt so viel wie der oberste Toyota-Boss mit 351 Millionen Yen (3,1 Millionen Euro).

Damit war Toyoda wieder der am schlechtesten verdienende CEO der Top-10-Autobauer der Welt. Allerdings besitzt er auch 4,5 Millionen Toyota-Aktien. Bei einer Jahresdividende von 210 Yen für 2015 erhielt er aus diesem Aktienbesitz zusätzliche 945 Millionen Yen (8,3 Millionen Euro) an Einkommen.

Firmen mit Rekordgewinnen

Toyoda erhielt ein Gehalt von 102 Millionen Yen und einen Bonus von 248 Millionen Yen, 1 Million Yen weniger als im Vorjahr. Toyota erzielte 2015/6 einen Rekordertrag von operativ 2,85 Billionen Yen (25 Milliarden Euro). Das waren vier Prozent mehr als im Vorjahr. Toyota-Chairman Takeshi Uchiyamada erhielt 201 Millionen Yen.

Das allerhöchste Gehalt in Japan erhielt der US-Amerikaner Nikesh Arora als Chief Operating Officer der Softbank-Gruppe und designierter Nachfolger von Softbank-Gründer Masayoshi Son 8,04 Milliarden Yen (71 Millionen Euro). Aber das dürfte eine Ausnahme bleiben: Arora verlässt Softbank (JAPANMARKT Online berichtete).

Foto: Didier Leroy (Toyota)