Tokio (JAPANMARKT/fr) – Wegen der stark gestiegenen Zahl von ausländischen Touristen macht Japan seine Kaiserpaläste leichter zugänglich. Nun kann man sie ohne vorherige Anmeldung besichtigen. Außerdem werden mehr Besucher zugelassen.

Zugang ohne Reservierung

Das Gelände des Kaiserpalastes konnte man frei bisher nur an zwei Tagen im Jahr besuchen, nämlich dem 23. Dezember (Geburtstag des Kaisers) und dem 2. Januar (Neujahr). An diesen Tagen zeigt sich die kaiserliche Familie dem Volk. Dabei erhält man Zugang zu dem Gelände vor den Balkonen. Das Kaiserpaar wohnt allerdings in einem separaten Gebäude im westlichen Teil des Geländes.

An allen anderen Tagen musste man sich über die Webseite der Kaiserlichen Haushaltsagentur (Kunaicho) für einen Besichtigungsgang anmelden. Bei der 75 Minuten langen Tour durch die östlichen Gärten sieht man den Kaiserpalast und einige historische Gebäude von außen. Ein Betreten ist nicht erlaubt.

Zugang zum Kyoto-Palast

Seit vergangenem Samstag kann man nun einfach zum Kikyomon (Kikyo-Tor) gehen und sich dort als Besucher registrieren lassen (siehe Karte hier). Die Touren finden um 10 Uhr und 13.30 Uhr. Zudem wurde die Anzahl der zugelassenen Besucher von 300 auf 500 für jede Tour angehoben. Online-Reservierungen bleiben weiter möglich.

Auch der Kaiserpalast in Kyoto wird auf gleiche Weise geöffnet. Früher brauchte man eine Online-Reservierung und einen Führer, nun darf man gleich hinein und sich auf dem Gelände frei bewegen. Der Palast in Kyoto ist nicht bewohnt. Das Gebäude von 1855 ist historisch interessanter als der offizielle Palast in der Hauptstadt.

Weitere kaiserliche Gebäude werden ebenfalls geöffnet. Das gilt für den Sento-Kaiserpalast in Kyoto, die Kaiserliche Villa Katsura in Kyoto und die Kaiserliche Villa Shugakuin in Kyoto mit jeweils einer Quote für Tagesbesucher.

Foto: Kaiserpalast in Tokio (Wikipedia CC BY-SA 3.0)