Tokio (JAPANMARKT/fr) – Seit fast dreißig Jahren will Lexus zu BMW und Mercedes aufschließen. Mit der seriennahen Studie für die nächste Generation des Flaggschiffs der Marke kommt man diesem Ziel etwas näher.

Fünfte LS-Generation

1990 war Lexus mit der Premium-Limousine LS 400 an den Start gegangen und irritierte damals die deutschen Premium-Hersteller mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber in Deutschland machte Lexus ihnen mit dem LS nie richtig Konkurrenz. Auch auf seinem Hauptabsatzmarkt – den USA – fuhr Lexus den Deutschen zuletzt hinterher.

27 Jahre später präsentiert Lexus auf der Autoshow in Detroit eine seriennahe Version der fünften Generation des Flaggschiffs, die 2018 kommt. Der neue LS 500 fällt länger und flacher aus als sein Vorgänger. Das Design mit einer Coupé-artige Silhouette basiert auf der Lexus GA-L-Plattform (Global Architecture for Luxury Vehicles).

„Dieser LS wird eine neue Generation luxuriöser Fahrzeuge einläuten und gleichzeitig japanische Kultur und Tradition repräsentieren“, erklärte Chef-Ingenieur Toshio Asahi wenig bescheiden. „Vor diesem Hintergrund wird er die Erwartungen weit übertreffen, die weltweit an ein Automobil der Luxusklasse gestellt werden.“

Japanische Anmutungen

Tatsächlich durften die Lexus-Designer ihre japanischen Wurzeln zeigen: Für die Applikationen kommen in Anlehnung an die Shimamoku-Holzmuster natürliche Holzmaserungen zum Einsatz, die in traditioneller japanischer Handwerksarbeit und mit modernsten Laserschneidverfahren bearbeitet wurden.

Mit 5,24 Meter Länge wäre dieses seriennahe Modell des LS 500 ein direkter Konkurrent zu 7er BMW, Audi A 8 und der S-Klasse von Mercedes. Doch die neue Optik ist eher auf den US-Markt ausgerichtet. Mit einem Design wie der Studie LC-FC für ein Wasserstoffauto hätte Lexus in Europa dagegen womöglich mehr erreicht.

Foto: Lexus