Tokio (JAPANMARKT/fr) – In keinem Land der Welt werden so viele Hybridautos gekauft wie in Japan. Davon profitierte bisher vor allem Toyota. Jetzt verzeichnet Nissan einen überraschenden Erfolg.

Höherer Hybrid-Anteil beim Absatz

Toyota verkaufte zuletzt 14 Prozent seiner Autos mit einem Hybridmotor. Die Hälfte dieser 1,4 Millionen Hybrid-Autos (Stand 2016) wurde in Japan abgesetzt. Von den zehn Millionen produzierten Einheiten seit 1997 wurden 4,9 Millionen in Japan verkauft. Das ist gut für die Zukunft von Toyota.

Denn die Kerntechnologie von Plug-in-Hybriden und Wasserstoffautos basiert auf der Hybridmotor-Technologie. Daher will Japans größter Autobauer den Absatzanteil der Hybriden bis 2025 auf über 20 Prozent treiben. Dafür wird das Hybrid-Entwicklungsteam bis 2021 um 30 Prozent aufgestockt.

Note verdrängt Prius von der Spitze

Seit Jahren steht der Hybrid-Bestseller Prius an der Spitze der japanischen Verkaufscharts. Auch das kleinere Modell Aqua verkauft sich mit Hybridmotor gut. Doch nun hat Toyota eine unerwartete Konkurrenz bekommen. Im November und im Januar war der Nissan Note das meistverkaufte Auto in Japan – ein Auto mit einer Hybrid-Variante (JAPANMARKT Online berichtete).

Seit dem Verkaufsstart im November bis Ende Januar wurden 42.000 Notes verkauft, 70 Prozent davon in der Elektro-Version e-power. Dabei dient der Benzinmotor allein als Stromgenerator für den Elektromotor, der das Auto antreibt. Auf diese Weise spart sich Nissan die teuren Batterien für ein volles Elektroauto.

Der Absatzerfolg des Note zeigt, dass die Japaner bereit sind, Autos mit Elektromotoren zu kaufen, wenn sie preiswert und praktisch genug sind. Immerhin wurden 2016 japanweit auch knapp 15.000 reine Nissan-Elektroautos vom Typ Leaf abgesetzt. All dies dürfte Toyota zu denken geben, was die alleinige Konzentration auf Hybridmotoren angeht.

Foto: Note (Nissan)