Tokio (JAPANMARKT/fr) – Anlässlich der weltgrößten Uhrenmesse Baselworld hat der japanische Uhren-Riese Seiko seine Premium-Marke „Grand Seiko“ komplett ausgegliedert. Das soll den globalen Markenwert steigern.

Trennung der Marke von Seiko

Präsident und CEO Shinji Hattori kündigte die Trennung der Marke „Grand Seiko“ vom übrigen Portfolio an. „Grand Seiko“ werde als komplett eigene Marke geführt. Branchenbeobachter sehen dies als Versuch, die Marke fernab der zahllosen preiswerten Seiko-Uhrenmodellen zu positionieren.

Alle neuen Produkte – einschließlich der auf der Baselworld präsentierten Modelle – tragen nun das Grand-Seiko-Kürzel „GS“ auf dem Platz unter der „12“ und sind dadurch leichter zu erkennen. Bislang stand dort bei den meisten GS-Modellen das Logo „Seiko“. Das Kürzel „GS“ wurde weniger prominent über der „6“ platziert.

Die Marke „Grand Seiko“ gibt es schon seit den sechziger Jahren, aber ging international erst 2010 an den Start. Dort wird Seiko jedoch eher als Erfinder der Quarzuhr und als Marke im mittleren Segment wahrgenommen. Daran gemessen soll sich GS bei Sammlern bereits einen guten Ruf erworben haben.

Mehrwert durch Japan-Handwerk

Einige neue Modelle könnten über eine Million Yen (8.200 Euro) kosten, etwa durch den Einsatz von japanischen Handwerkstechniken wie Lackierungen, berichtete die Finanzzeitung Nikkei. Derzeit liegen die GS-Uhren in der Spanne zwischen 500.000 und 700.000 Yen. Außerdem werde die Modellvielfalt vergrößert und die Garantiezeit um die Hälfte auf drei Jahre verlängert.

Auf der Baselworld zeigt Grand Seiko derzeit eine Neuauflage ihrer allerersten Taucher-Uhr. Deren Durchmesser wurde leicht vergrößert, das Gehäuse ist jetzt bis in 600 Meter Tiefe wasserdicht und es gibt ein Silikonarmband für das leichtere Tragen auf dem Taucheranzug. 2.000 handgearbeitete Stücke kommen in zwei Versionen ab Juli in den Handel.

Foto: Grand Seiko (Seiko)