Tokio (JAPANMARKT/fr) – Der Absatz auf Japans Automarkt ist im abgelaufenen Fiskaljahr wieder über die Marke von fünf Millionen gestiegen. Das meistverkaufte Modell war zwar ein anderes, kam jedoch erneut vom Marktführer.

Rückgang bei Leichtfahrzeugen

Nach Angaben von Japans Autohändlerverband wurden in den zwölf Monaten bis einschließlich März 2017 insgesamt 5,08 Millionen Fahrzeuge verkauft. Dafür waren vor allem die „normalen“ Fahrzeuge mit einem Zuwachs um 7,5 Prozent auf 3,6 Millionen verantwortlich.

Dieses kräftige Plus konnte den anhaltenden Rückgang bei den Leichtfahrzeugen (Kei Cars) mehr als ausgleichen. Der Absatz dieser speziellen japanischen Fahrzeugkategorie – vor allem definiert über einen Motorhubraum von weniger als 660 Kubikzentimetern – sank um rund 5 Prozent auf 1,7 Millionen.

Hauptgrund für diese rückläufige Entwicklung ist die Anhebung der Fahrzeugsteuer für dieses Klasse um 50 Prozent im April 2015. Die jährliche Steuer beträgt nun 10.800 Yen (92,30 Euro). Dadurch ist der steuerliche Abstand zu den Kleinwagen mit größeren Motoren geschrumpft.

Prius übernimmt Spitzenplatz

Besondere Stärke zeigte Toyota. Die vierte Generation des Prius war das bestverkaufte Fahrzeugmodell des Jahres mit einem Absatz von 225.000 Einheiten. Dahinter kam das Modell N-Box von Honda mit 192.000 verkauften Fahrzeugen.

In den vier Jahren davor hatte jeweils der Kleinwagen Aqua – ebenfalls von Toyota – an der Spitze der Verkaufsliste gestanden. Diesmal fiel das Modell mit knapp 156.000 verkauften Einheiten auf den dritten Platz zurück. Dahinter folgten Tanto (Daihatsu) mit 149.000 sowie Sienta (Toyota) mit 127.000 Stück.

Toyota verzeichnete mit einem Gesamtplus von elf Prozent, und damit 1,59 Millionen verkauften Fahrzeugen, das zweite Jahr in Folge ein Wachstum auf dem Heimatmarkt. Das ergibt einen Marktanteil von 31 Prozent. Der Absatz von Importfahrzeugen stieg um mehr als sechs Prozent auf 347.000 Einheiten.

Foto: Prius IV (Toyota)