Tokio (JAPANMARKT/fr) – Ein Roboter muss nicht unbedingt so aussehen wie ein Mensch. Das beweisen zwei aus dem Rahmen fallende Projekte in Japan.

Abwehrhände am Volleyballnetz

Beispiel 1: Der japanische Volleyball-Verband hat in Zusammenarbeit mit der Universität Tsukuba einen Abwehrroboter entwickelt, der die Angriffstechniken seiner besten Spielerinnen und Spieler verbessern soll. Die Maschine besteht aus drei Paaren von hochgereckten Armen mit gespreizten Händen, die sich auf einer Schiene am Netz bewegen.

Die Maschine bringt ihre drei „Spieler“ in programmierte Abwehrkonstellationen. Auf diese Weise können die Angreifer ihre Technik für einen Schlag am Block vorbei ins gegnerische Feld üben. In einer verbesserten Variante soll die Maschine Bewegungssensoren erhalten, um die Position ihrer Armpaare möglichst genau an die tatsächliche Position des Angreifers anzupassen.

Hilfe für Schlaganfallpatienten

Beispiel 2: Toyota hat eine Maschine zur Marktreife gebracht, um Schlaganfall- und anderen Patienten wieder das Gehen beizubringen. Dies gelingt mit Hilfe eines Exoskelett-ähnlichen Roboterbeins, das mit dem betroffenen Bein des Patienten verbunden wird. Auf einem laufenden Fließband bewegen sich das gesunde und vom Roboter trainierte Bein gemeinsam.

Der Patient lernt nach Angaben von Toyota 60 Prozent schneller als bei einer normalen Therapie, die Bewegungen seines Beins besser zu kontrollieren. Das System hilft auch, falsche Bewegungsmuster zu vermeiden. Solche Rehabilitationsübungen werden bisher zeitaufwändig von Krankengymnasten angeleitet.

Foto: Toyota