Tokio (JAPANMARKT/fr) – Die Industriegruppe Nidec und der Chemiekonzern Hitachi Chemical haben kürzlich in Deutschland zugekauft. Die deutschen Übernahmeziele waren zuletzt im Besitz von Finanzinvestoren.

Kaufziel Kompressoren-Hersteller

Nidec kauft für 185 Millionen Euro den Kompressoren-Hersteller Secop aus Flensburg (2.150 Mitarbeiter, 357 Millionen Euro Umsatz) vom Münchner Beteiligungsfonds Aurelius. Der Investor hatte die ehemalige Danfoss-Tochter Secop 2010 übernommen und durch den Zukauf des österreichischen Kompressoren-Herstellers ACC Ende 2013 aufgewertet.

Secop ist auf elektronisch gesteuerte Kompressor-Plattformen mit hoher Energieeffizienz spezialisiert. Dafür erwarten die Japaner einen steigenden Bedarf durch verschärfte Vorgaben für den Energieverbrauch von Haushaltsgeräten. Nidec scheint Deutschland zu mögen: Ende 2014 wurde bereits die Thüringer GPM, größter Hersteller von Pumpen für Schmier- und Kühlmitteln in Automobilen, gekauft.

Hitachi Chemical kauft deutschen Zulieferer

Hitachi Chemical wiederum übernimmt Isolite aus Ludwigshafen (410 Mitarbeiter, Umsatz wurde seit 2009 nicht mehr veröffentlicht), einen Anbieter von thermischen und akustischen Hochtemperatur-Dämm- und Dichtungssystemen u.a. für die Auto- und Luftfahrt-Industrie, von dem Finanzinvestor HQ Equita. Der Preis blieb ungenannt. Der Investor hatte Isolite (früher Grünzweig + Hartmann) 2010 von Cornerstone Capital erworben.

Die Produkte von Isolite werden in Verbrennungsmotoren, Turbinen, der Abgasnachbehandlung, Batterien und der stationären Energieerzeugung eingesetzt. „Isolite bringt uns unserem Ziel, eine Führungsrolle im Automobilsektor einzunehmen, einen wichtigen Schritt näher“, sagte Hiroyuki Yamashita, Vize-Präsident von Hitachi Chemical.

Foto: Isolite-Produkte (Isolite)