Tokio (JAPANMARKT/fr) – Der K Computer aus Japan liegt in zwei der drei jüngsten Ranglisten für Supercomputer auf dem ersten Platz. Die gewaltige Rechenmaschine steht im Advanced Institute for Computational Science (AICS) des nationalen Forschungsinstituts RIKEN in Kobe.

Unterschiedliche Ranglisten

Der K Computer hält die Spitzenposition in der Graph-500-Rangliste, die zweimal jährlich veröffentlicht wird. Dabei wird untersucht, wie gut die Maschinen mit großen Datenmengen umgehen können. Diese Benchmark wird im Zeitalter der „Big Data“ immer wichtiger.

Die bekannteste Rangliste für Supercomputer, die TOP 500, basiert auf der Linpack-Benchmark, die die reine Rechenstärke und -schnelligkeit untersucht. Dort sind zwei chinesische Supercomputer am schnellsten, gefolgt vom Schweizer Supercomputer Piz Daint. Der K Computer von Fujitsu fiel in dieser Liste um einen auf den achten Platz zurück.

Vorsprung bei praxisnahen Rechenaufgaben

Anlässlich der ISC High Performance Conference in Frankfurt am vergangenen Wochenende wurde eine weitere Rangliste veröffentlicht, die das Lösungstempo der Maschinen für Gleichungen misst, die häufig in der Praxis angewandt werden. Nach diesem Maßstab war der K Computer das zweite Jahr hintereinander am besten.

Japan zeigte schon immer Ehrgeiz bei Supercomputern. Der Höhepunkt wurde 1996 erreicht, als alle drei Spitzenpositionen (nach Linpack) an Japan gingen. Derzeit baut Japan einen Supercomputer, AI Bridging Cloud, der mehr Gleitkommazahl-Operationen pro Sekunde durchführen können soll als jeder andere Supercomputer dieser Zeit.

Foto: K Computer (RIKEN)