Tokio (JAPANMARKT/fr) – Zu den Besonderheiten von Japan gehören ume. Diese „blauen Diamanten der Früchte“ werden als umeshu (süßer Likör) und als (in Salz eingelegte) umeboshi verzehrt. Die enthaltenen Polyphenole und andere Stoffe sollen Magenkrebs und Zuckerkrankheit vorbeugen.

Saure Japan-Frucht

Die Ume-Frucht gehört zur Familie der Rosaceae Prunus zu der auch die in Deutschland kultivierte Pflaume gehört.  Im Vergleich zu Pflaumen enthält Ume aber mehr Zitronensäure. Zudem enthält sie mehr Calcium, Eisen und Phosphor als jede andere Frucht und doppelt so viel Protein. Im Fruchtfleisch, den Kernen und der Haut stecken – in Abhängigkeit vom Reifegrad – Polyphenole.

Diese biochemischen Substanzen haben eine antioxidative Wirkung und beugen Entzündungen und Zellentartung vor. Das ist schon seit langem bekannt. Es gibt das japanische Sprichwort, dass eine umeboshi am Tag hundert Krankheiten fernhalte.

Die Stadt Minabe in der Präfektur Wakayama, eines der größten ume-Anbaugebiete in Japan, hat vor einigen Jahren auf der Basis von wissenschaftlichen Untersuchungen zwei Bestandteile von japanischen Pflaumen patentieren lassen.

Patentierte Wirkstoffe gegen Krebs und Diabetes

Eine Studie der Universität Kinki und der Wakayama Medical University ergab, dass Syringaresinol, eine Art von Polyphenol in ume, die Aktivität von Helicobacter Pylori unterdrückt, eine weit verbreitete Bakterie, die Magengeschwüre und Magenkrebs verursachen kann.

Ein anderer Bestandteil von ume begrenzt die Aktivität von Alpha-Glucosidase, einem Enzym, das Zucker auflöst. Der ume-Bestandteil verlangsamt also die Zuckerabsorption und den Anstieg des Blutzuckers nach einer Mahlzeit. Eine Ume am Tag reicht nach Ansicht der japanischen Forscher, um Magenkrebs und Diabetes vorzubeugen.

Foto: Umeboshi (Wikipedia gemeinfrei)