Tokio (JAPANMARKT/fr) – Der „Laundroid“ ist eine neuartige Maschine aus Japan, die saubere Kleidung vollautomatisch faltet und sortiert. Selbst ausländische Investoren sind begeistert.

Zwölf Jahre Entwicklung

Nach rund zwölf Jahren Entwicklungszeit bringt das japanische Jungunternehmen „Seven Dreamers“ in diesem Jahr den ersten „intelligenten“ Wandschrank der Welt auf den Markt. Das Gerät soll in einigen Jahren zum Standard in jedem Haushalt werden.

Man gibt bis zu 30 Kleidungstücke (außer Socken) in die Schublade der Maschine. Über eine eingebaute Kamera analysiert eine Software mit künstlicher Intelligenz die Textilien. Dann werden sie von einem Roboterarm gefaltet und schließlich sortiert in eingebaute Regale abgelegt.

Allerdings ist der Laundroid mit einem Verkaufspreis von mindestens 1,85 Millionen Yen (14.800 Euro) für Otto Normalverbraucher bisher kaum erschwinglich. Seven Dreamers will den Preis jedoch durch eine Massenproduktion auf eine erträgliche Höhe senken.

Begeisterte Investoren

Das Startup sammelte im November 60 Millionen Dollar von Panasonic, Daiwa House und SBI Holdings ein. In der jüngsten Finanzierungsrunde wurden neue Anteile für weitere 2,5 Milliarden Yen (20 Millionen Euro) ausgegeben.

Unter den Investoren sind nach Angaben von Seven Dreamers die zwei Gründer des US-Beteiligungsfonds Kohlberg Kravis Roberts, Henry Kravis und George Roberts, der chinesische Investor Fosun International und der japanische Logistiker Suzuyo.

Die Maschine lässt sich über eine App auf dem Smartphone steuern. Zudem generiert die App auch eine Bestandsliste der eigenen Wäsche und informiert darüber, wie oft der Nutzer ein Kleidungsstück trägt.

Der jüngste Clou ist die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Cerevo, um Laundroid auch per Sprachbefehl zu bedienen. Dafür wird die Cerevo-Lampe „Lumigent“, die mit Amazons Sprachassistenten Alexa arbeitet, mit Laundroid verbunden.

Foto: Seven Dreamers