Tokio (JAPANMARKT/fr) – Toyota hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Europa elf Prozent mehr Autos verkauft als im Vorjahr. Das hat Japans größter Autobauer wohl vor allem dem Hybridmotor zu verdanken.

Hybrid in Westeuropa gefragt

Von Januar bis Juni setzte Toyota in Europa (inklusive Türkei, Russland und einiger zentralasiatischer Märkte) 527.000 Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus ab. Der eigene Marktanteil stieg dabei um 0,3 Punkte auf 4,9 Prozent. Zum Vergleich: Die Volkswagen-Gruppe verkaufte in West- und Zentraleuropa im ersten Halbjahr insgesamt 889.600 Fahrzeuge. Das waren 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Absatz von Fahrzeugen mit Hybridmotor wuchs um 44 Prozent auf 208.300 Einheiten. Damit ist der Hybridanteil am Gesamtverkauf von Toyota auf 40 Prozent gestiegen. In Westeuropa erreichte dieser Anteil sogar 50 Prozent.

Toyota profitiert vom Trend gegen Dieselmotoren

Ein Wachstumstreiber war der Toyota C-HR mit knapp 69.000 verkauften Einheiten und einem Hybridanteil von 80 Prozent. Bei der Nobelmarke Lexus entschieden sich europaweit 63 Prozent der Käufer für einen kombinierten Elektro-Verbrennungsmotor und in Westeuropa 99 Prozent.

In diesen Zahlen zeige sich die hohe Affinität der europäischen Autofahrer zur Hybridtechnologie von Toyota, betonte Dr. Johan van Zyl, Präsident und CEO von Toyota Motor Europe.

Neben der Modellmischung könnte der leichte Trend weg vom Diesel ein Grund für die stärkere Nachfrage bei Toyota sein. Die japanische Marke wird mit ihrer sparsamen Hybridantriebstechnologie assoziiert. Wegen der Stickoxid- und Feinstaub-Debatte scheint der Hybridantrieb als Alternative zum Diesel wahrgenommen zu werden.

Foto: Toyota