Tokio (JAPANMARKT/fr) – Suzuki gehörte im ersten Halbjahr zu den größten Gewinnern auf dem deutschen Automobilmarkt. Der japanische Kleinwagen- und Allradspezialist erhöhte seinen Absatz um fast ein Viertel.

Wachstum über dem Gesamtmarkt

Nach eigenen Angaben hat Suzuki in den ersten sechs Monaten des Jahres 19.246 Fahrzeuge neu zugelassen. Damit wuchs der Suzuki-Absatz um 23,8 Prozent zum Vorjahr. Im Juni erzielte man mit 3.619 Einheiten einen Zuwachs von 18,7 Prozent gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres.

Dagegen legte der gesamte deutsche Automarkt im ersten Halbjahr laut Kraftfahrzeug-Bundesamtes nur um 3,1 Prozent auf 1,79 Millionen Neuzulassungen zu. Der Marktanteil von Suzuki verbesserte sich auf 1,1 Prozent. Suzuki ist Japans viertgrößter Autobauer hinter Toyota, Nissan und Honda und vor Mazda.

Der Wachstumsschub auf dem hart umkämpften deutschen Automobilmarkt geht laut Suzuki vor allem auf das neue Modell „Ignis“ zurück. Dieser sogenannte Micro-SUV ist seit Januar in Deutschland erhältlich. Außerdem erneuerte Suzuki im Mai den Bestseller „Swift“. Das Stadtauto ist bei Frauen als Einkaufsfahrzeug beliebt und schon in der fünften Generation erhältlich.

Suzuki hofft auf zollfreies Importieren

Die japanische Marke zeigt in Deutschland einen langen Atem: Seit dem Markteintritt im Jahr 1980 waren die Modelle Swift, Vitara Jimny und LJ80 die größten Erfolgsschlager. Das 1988 eingeführte Sports Utility Vehicle „Vitara“ begründete in Deutschland das Segment der Lifestyle-SUV. Anfang März 2016 wurde der 1-millionste Suzuki in Deutschland zugelassen.

Frischen Schub für den Suzuki-Verkauf in Europa könnte das neue Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan bringen. Schrittweise soll dabei der EU-Einfuhrzoll für japanische Neufahrzeuge von derzeit 10 Prozent verschwinden. Dadurch könnte Suzuki vor allem mit den koreanischen Rivalen Hyundai und Kia besser preislich konkurrieren.

Foto: Suzuki