Tokio (JAPANMARKT/fr) – Die japanische Unternehmensikone Sony erzielt Gewinne wie zuletzt vor zwei Jahrzehnten. Die Sanierungsstrategie von Kazuo Hirai ist aufgegangen. Aber es gibt noch eine große Baustelle.

Bestes erstes Geschäftsquartal

Im Vierteljahr zwischen April und Juni hat Sony 157,6 Milliarden Yen verdient. Das ist fast dreimal mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zugleich ist dies der höchste Betriebsgewinn, den Sony jemals im ersten Geschäftsquartal erzielt hat.

Damit rückt der versprochene Jahresgewinn von 500 Milliarden Yen für 2017 in Reichweite. Das Ziel wurde vor drei Jahren ausgegeben. Sogar der bisherige Rekordgewinn von 525,7 Milliarden Yen von 1997 könnte übertroffen werden, da Sony die Ertragsprognose für die Sparten Gaming, Halbleiter und Digitalkameras um 32 Milliarden Yen erhöhte.

Gewinnwende mit globalem Rückenwind

Der Erfolg in diesem Jahrhundert basiert auf Bildsensoren, Kameramodulen für Smartphones, hochwertigen Digitalkameras und dem Geschäft mit der Playstation 4. Rückenwind kommt von der weltweit guten Konjunktur und Konsumfreude.

Damit hat Sony-Chef Kazuo „Kaz“ Hirai die lange versprochene Wende geschafft. Dafür hatte er die defizitären Geschäfte mit Fernsehern, Computern und Batterien restrukturiert und verkauft und sich auf Bildsensoren und Gaming konzentriert (JAPANMARKT Online berichtete).

Als letzte Baustelle bleibt das Hollywood-Studio. Das Filmgeschäft läuft seit einem Hackerangriff vor drei Jahren nicht mehr rund. Einige als Blockbuster geplante Filme erwiesen sich als Flops. Im vergangenen Quartal fiel ein Verlust von 9,5 Milliarden Yen – vor allem wegen des teuren Marketings für den neuen „Spider-Man“-Film.

Foto: Sony-Kamera (flickr/Jose Luis RDS CC BY-NC 2.0)