Tokio (JAPANMARKT/fr) – Toyota und Mazda erweitern ihre vor zwei Jahren begonnene Entwicklungspartnerschaft zu einer Kapitalallianz und errichten in den USA gemeinsam eine Fabrik. Außerdem will man gemeinsam Technologien für elektrische, vernetzte und autonome Fahrzeuge entwickeln.

Gemeinsame „Liebe zum Auto“

Toyota-Chef Akio Toyoda sprach bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Mazda-Präsident Masamichi Kogai von einem Meilenstein. Kogai wiederum unterstrich die gemeinsame „Liebe zum Auto“. Beim Übergang zur Elektromobilität gehe es darum, die spezifischen Fahreigenschaften der Marken zu erhalten, betonten Toyoda und Kogai.

Die gegenseitige Kapitalbeteilung beläuft sich auf jeweils 50 Milliarden Yen (382 Millionen Euro). Mazda gibt dafür knapp 32 Millionen neue Aktien an den VW-Rivalen aus. Toyota kommt dabei auf einen Anteil von 5,05 Prozent. Mazda erhält im gleichen Wert Stammaktien von Toyota und hält dann 0,25 Prozent von Toyota.

Bau einer gemeinsamen Fabrik in den USA

Die Einnahmen aus dem gegenseitigen Aktienkauf fließen in das Joint Venture für die gemeinsame Produktion in den USA. Beide Partner halten jeweils 50 Prozent. Die Fabrik für jährlich 300.000 Fahrzeuge an einem noch nicht festgelegten Standort wird 1,6 Milliarden Dollar kosten, 4.000 neue Jobs schaffen und 2021 in Betrieb gehen.

Toyota will dort das Modell Corolla und Mazda ein neues Crossover-Modell bauen. Damit reagieren beide Autobauer auch auf den Druck von US-Präsident Donald Trump, mehr Fahrzeuge in den USA zu produzieren. Toyota exportiert mehr als 50 Prozent und Mazda mehr als 70 Prozent ihrer jeweiligen Japan-Produktion.

Foto: Akio Toyoda und Masamichi Kogai besiegeln Allianz (Toyota)