Tokio (JAPANMARKT/fr) – Der Trend weg vom Diesel beeinflusst auch Honda: Die Neuauflage des Bestsellers CR-V kommt 2018 ohne Diesel-Option auf den europäischen Markt.

Geländewagen CR-V ohne Diesel

Honda, die Nummer drei der Autobranche in Japan hinter Toyota und Nissan, produziert den Geländewagen CR-V in England. Im vergangenen Jahr konnte man 36.000 CR-V in Europa mit einem Dieselmotor verkaufen. Das machte etwa ein Fünftel des dortigen Absatzes aus.

Bei der Frankfurter Automobilmesse IAA, die in dieser Woche beginnt, stellt Honda erstmals eine Hybrid-Version des Verkaufsschlagers vor. Das dient als Vorgeschmack auf den Verkaufsstart des neuen CR-V in Europa im nächsten Jahr.

Aber das Fahrzeug kommt dann nicht mehr mit Dieseloption auf den Markt. Der Schritt gehört zur neuen Strategie einer schnellen Elektrifizierung der Modellpalette durch mehr Hybrid- und Elektroautos. Sie sollen 2025 bereits zwei Drittel des Europa-Absatzes ausmachen.

Diesel für Civic-Modelle wegen niedriger Emissionen

Zugleich folgt Honda damit dem aktuellen Trend weg vom Diesel, wie er etwa in Deutschland herrscht. Dort drohen Fahrverbote in einigen Städten Fahrverbote. Auch der Softwarebetrug bei Emissionen hat das Vertrauen in den Diesel geschwächt. In Deutschland ist der Anteil der Dieselfahrzeuge bei privaten Käufern von 32,2 Prozent Anfang 2016 auf 22,2 Prozent im Juli zurückgegangen.

Ganz will Honda aber nicht auf den Diesel verzichten. So bietet der japanische Autobauer ab März 2018 für seine Civic-Modelle einen 1,6-Liter großen i-DTEC-Motor mit einem Bosch-Einspritzsystem an. Die niedrigen Emissionen (ab 99 g Kohlendioxid pro Kilometer) sollen offenbar helfen, den Flottenverbrauch von Honda in Europa zu senken.

Foto: Civic (Honda)