Tokio (JAPANMARKT/fr) – Nissan hat ein Verfahren zur Herstellung von energieeffizienten Motoren an den deutschen Maschinenbauer „Gebr. Heller Maschinenfabrik“ in Nürtingen lizensiert. Damit verfolgen die Japaner nach eigenen Angaben zwei Ziele.

Spezialverfahren lizensiert

Der „Nissan Machining Roughening Process“ ist eine selbstentwickelte Technologie. Dabei wird die innere Oberfläche des Zylinders mit optimierten Werkzeugen und Prozessbedingungen so aufgerauht, dass die anschließend aufgesprayte, nur 0,2 Millimeter dicke Eisenbeschichtung besser haftet.

Durch dieses Verfahren lassen sich Motoren mit Eisenbeschichtung mit konstant hoher Qualität in Serie zu relativ günstigen Preisen herstellen. Bisher wird die dünne Eisenbeschichtung wegen der hohen Kosten nur bei hochwertigen Fahrzeugen verwendet. Ansonsten wird ein Rohr mit 2,6 Millimeter Wanddurchmesser in den Zylinder geschoben.

Leichtere und schneller abkühlende Motoren

Nissan hat diese Technologie zuerst im Sportwagen GT-R eingesetzt. Aber inzwischen kommen solche Motoren auch in Minivans und Kompaktwagen zum Einsatz. Die Antriebsaggregate sind leichter und kühlen schneller ab, was den Kraftstoffverbrauch verringert. Heller verkauft die Maschinenmodule für die Innenbeschichtung von Zylindern.

Nach eigenen Angaben will Nissan die Einnahmen aus dem Lizenzverkauf in die eigene Forschung und Entwicklung stecken. Außerdem wolle man zum technologischen Fortschritt der ganzen Automobilindustrie beitragen, erklärte eine Nissan-Managerin. Mit Hilfe des deutschen Maschinenbauers lässt sich die Technologie entsprechend schnell verbreiten.

Foto: Nissan