Tokio (JAPANMARKT/fr) – Mit einem ersten neuen Trockendock seit 17 Jahren will Imabari Shipbuilding sich auf dem Markt für die größten Containerschiffe der Welt behaupten. Aber der Erfolg ist unsicher.

Japans größtes Containerschiff

Das neue Dock der Schiffswerft Saijo in der Präfektur Kagawa auf der Hauptinsel Shikoku ist 610 Meter lang, 80 Meter breit und fast 12 Meter tief. Die drei Portalkräne können bis zu 1.330 Tonnen schwere Objekte anheben. Die Kosten erreichten 40 Milliarden Yen (300 Millionen Euro).

Dank dieses neuen Docks kann Imabari Shipbuilding jetzt zehn ultralange Containerschiffe für jeweils mehr als 20.000 Container jährlich bauen. Das erste Schiff dieser Art wurde im Juni fertiggestellt und an Mitsui O.S.K. Lines ausgeliefert. Noch nie wurde bisher ein Schiff dieser Größenordnung in Japan gebaut.

Bis 2019 wird die Werft weitere zwölf dieser Riesencontainerschiffe für Mitsui O.S.K. Lines und EVergreen Marine aus Taiwan bauen. Dadurch wird das neue Trockendock die nächsten zwei Jahre ausgelastet sein. Doch laut einem Bericht der Finanzzeitung Nikkei macht sich das Schiffsbauunternehmen Sorgen, ob anschließend weitere Aufträge kommen.

Konkurrenz erhält staatliche Subventionen

Die Konkurrenz in China und Korea würde von staatlicher Seite subventioniert, klagte Präsident Yukito Higaki laut dem Bericht auf einer Pressekonferenz. Damit meint der japanische Firmenchef unter anderem die extrem zinsgünstigen Kredite, die die strauchelnden Schiffsbauer in Korea und China seit einiger Zeit erhalten.

Deshalb setzt Imabari Shipbuilding auf seine besondere Expertise beim Schiffsbau. Dazu gehören besonders energiesparende Ruder und ein spezieller Anstrich der Hülle für ein leichteres Gleiten durchs Wasser ebenso wie spezielle Konstruktionen, um Piraten den Zugang zum Schiff und den Kabinen erschweren.

Foto: Saijo Schiffswerft mit Containerschiff (Imabari Shipbuilding)