Tokio (JAPANMARKT/fr) – Der Wettbewerb der Fluggesellschaften in Japan hat sich verschärft. Seit April darf Japan Airlines nämlich wieder expandieren. Das jüngste Beispiel liefert Hawaii.

Aufhebung der Restriktionen

Ende März liefen die Beschränkungen für Investitionen und neue Routen für Japan Airlines ab. Sie waren eine Folge massiver Staatshilfe nach der kontrollierten Insolvenz zwischen 2010 und 2012, um die Marktverzerrung durch diese Subvention auszugleichen. In der Folge überholte All Nippon Airways (ANA) den Rivalen bei der Zahl der internationalen Passagiere.

Seit April läuft die Gegenoffensive von Japan Airlines (JAL). Das begann mit neuen Flugrouten zwischen Haneda und New York sowie zwischen Narita und Melbourne und setzte sich mit Code-Sharing-Vereinbarungen mit den Billigfliegern Vietjet Air in Vietnam und Vistara in Indien fort. Seit diesem Monat gibt es auch einen Direktflug zwischen Narita und Kona auf Hawaii.

Machtkampf um die Hawaii-Routen

Auf letzterem Markt kommt es nun offenbar zu einer direkten Konfrontation mit dem Wettbewerber ANA. Denn JAL plant laut einem Bericht der Finanzzeitung Nikkei ab März 2018 eine Code-Sharing-Abmachung mit Hawaiian Air. Die Fluggesellschaft ist bislang ein Code-Sharing-Partner von JAL-Wettbewerber ANA.

Hawaii ist ein wichtiger Markt für die japanischen Fluggesellschaften. Jeder zehnte japanische Auslandsreisende steuert Hawaii an. Dieses Ziel war bereits seit den fünfziger Jahren eine Domäne von JAL. 2016 betrug der Marktanteil laut dem Nikkei-Bericht 30 Prozent. Der neue Code-Partner soll diese traditionelle Dominanz von JAL auf den Hawaii-Routen absichern.

Foto: flickr/Christian Junker CC BY-NC-ND 2.0