Tokio (JAPANMARKT) – Japans Konjunkturmotor ist im August auf hohen Touren geblieben. Die Industrie produzierte mehr, die Zahl der Beschäftigten wuchs. Auch für die japanische Notenbank gab es eine gute Nachricht.

Höherer Fabrikausstoß

Die Industrieproduktion legte im August um 2,1 Prozent zum Vormonat zu, während die Auslieferung von Investitionsgütern um 4,2 Prozent zum Vormonat wuchs. Für September erwartet das Industrieministerium beim Fabrikausstoß zwar ein Minus von 1,9 Prozent, aber im Oktober soll die Produktion wieder um 3,5 Prozent steigen.

Der private Konsum zeigte sich im August relativ stabil. Die realen Ausgaben der Haushalte sanken um 0,1 Prozent zum Vormonat, während die Umsätze im Einzelhandel um 1,7 Prozent zum Vormonat fielen. Als Hauptgrund nannten Analysten das schlechte Wetter mit 21 Regentagen in Folge allein in Tokio. Dadurch sank etwa die Nachfrage nach Textilien.

Drei Millionen neue Stellen in knapp fünf Jahren

Dafür dürfte die Entwicklung der Verbraucherpreise die Notenbank erfreuen, die die Deflation aus Japan vertreiben will. In der Kernrate (ohne frische Lebensmittel) stiegen die Verbraucherpreise im August um 0,7 Prozent zum Vorjahr. Im Juli lag die Zuwachsrate noch bei 0,5 Prozent. Rechnet man die Energie heraus, lagen die Preise um 0,2 Prozent höher als im Vorjahr.

Der Arbeitsmarkt zeigte ebenfalls ein positives Bild: Die Arbeitslosenquote verharrte auf dem 23-Jahrestief von 2,8 Prozent. Die Quote von offenen Stellen zu Bewerbern blieb bei 1,52. Zugleich entstanden im August 200.000 neue Stellen. Insgesamt ist in den knapp fünf Jahren der Amtszeit von Premier Shinzo Abe die Zahl der Beschäftigten nun um drei Millionen gestiegen.

Foto: Einzelhandel im Tokioter Stadtteil Asakusa (flickr/Bruno Vanbesien CC BY-NC 2.0)