Tokio (JAPANMARKT) – Fast Retailing, der japanische Konzern hinter der Textilweltmarke Uniqlo, wächst weiter rasant im Ausland. Dabei fällt eine Region besonders auf.

Höchstwert beim Umsatz

Im Geschäftsjahr 2017, das bis Ende August lief, steigerte Fast Retailing den Nettogewinn um 148 Prozent auf 119,3 Milliarden Yen (897 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis legte um 39 Prozent auf 176,4 Milliarden Yen zu. Die Einnahmen wuchsen um 4,2 Prozent auf 1,86 Billionen Yen (14 Milliarden Euro).

Dabei war das Wachstum außerhalb von Japan der entscheidende Faktor. Dort wuchs der Gewinn um 95 Prozent. Neben China und Südkorea entpuppte sich Südostasien als neues Wachstumsgebiet. Die Region werde ein „neuer Pfeiler“ für Fast Retailing, teilte der japanische Konzern mit.

Dagegen sanken die Erträge in Japan um sechs Prozent. Hier spielten ein ungewohnt warmer Dezember 2016 und ein verregneter Sommer eine wichtige Rolle. Im Gegenzug kehrte Uniqlo zu der früheren Strategie von Niedrigpreisen zurück (JAPANMARKT Online berichtete).

Wettlauf mit Zara und H&M geht weiter

Die Rekordjagd will der japanische Textilriese im neuen Geschäftsjahr fortsetzen. Die Einnahmen von Fast Retailing sollen sich um 10,1 Prozent auf 2,05 Billionen Yen steigern. Dabei erwartet man eine Zunahme des operativen Ertrags um 13,4 Prozent auf 200 Milliarden Yen und eine Zunahme des Nettoertrags um 3,4 Prozent auf 120 Milliarden Yen.

Fast Retailing möchte die beiden Branchenführer Inditex (Kernmarke Zara) und H&M mittelfristig überholen (JAPANMARKT Online berichtete). Bis zum Geschäftsjahr 2020/1 soll der eigene Umsatz dafür auf drei Billionen Yen zunehmen. Mit dem bisherigen Wachstumstempo lässt sich dieses Ziel allerdings wohl nicht erreichen.

Foto: Uniqlo-Kaufhaus in Berlin (Fast Retailing)