Tokio (JAPANMARKT) – Die japanischen Ausfuhren sind auf den höchsten Wert seit dem Beginn der Finanzkrise gestiegen. Der Trend dürfte noch einige Zeit anhalten.

Starke Auslandsnachfrage

Zwischen Januar und Oktober exportierte Japan nach offiziellen Angaben Waren im Wert von 64 Billionen Yen (487 Milliarden Euro), so viel wie zuletzt im Jahr 2008 im gleichen Zeitraum. Die starke Auslandsnachfrage gehörte im dritten Quartal zu den Pfeilern des japanischen Wirtschaftswachstums (JAPANMARKT berichtete).

Im Oktober wuchsen die Exporte um 14 Prozent zum Vorjahr. Es war der vierte Monat in Folge mit einer zweistelligen Wachstumsrate für die Ausfuhren und der elfte Monat in Folge mit einem Exportanstieg. Allerdings wirkte sich die Abwertung des Yen im Vergleich zum Vorjahr in einem kräftigen Anstieg der Importe um 18,9 Prozent zum Vorjahr aus.

Deutliche Exportzunahme nach China

Besonders gefragt im Ausland waren Autos, organische Chemikalien und Elektronikteile etwa für Smartphones. Letzteres erklärt wohl auch den starken Anstieg der Exporte nach China um 26 Prozent, auch wenn dieser etwas langsamer als im September war.

Die Ausfuhren in die USA stiegen um 7,1 Prozent. Im September waren sie noch um 11,1 Prozent gewachsen. Die Exporte nach Asien stiegen um 18,9 Prozent den zwölften Monat in Folge und nach Europa um 15,8 Prozent bzw. um 2,7 Prozent zum Vormonat. Dies war der erste Anstieg seit fünf Monaten.

Der Überschuss in der Handelsbilanz im Oktober schrumpfte zum Vormonat um mehr als die Hälfte auf 285 Milliarden Yen (2,2 Milliarden Euro). Saisonal bereinigt waren es 323 Milliarden Yen. Damit verzeichnet Japan nun seit 24 Monaten einen Handelsüberschuss. Das hatten viele Ökonomen Japan nach dem Atomunfall von Fukushima nicht zugetraut.

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