Tokio (JAPANMARKT) – Die Privatvermögen in Japan sind auch 2017 höher als in Deutschland. Zugleich ist dieser Reichtum weiterhin gleichmäßiger verteilt.

Global Wealth Report 2017

Laut dem Global Wealth Report 2017 des Forschungsinstituts der Schweizer Bank Credit Suisse besitzen die erwachsenen Japaner im Durchschnitt rund 225.000 Dollar, davon 154.000 Dollar in Finanzanlagen wie Aktien und Immobilien. Im Medianwert betrug das private Vermögen eines erwachsenen Japaners immerhin knapp 124.000 Dollar. Das ist der Stand zur Jahresmitte 2017.

Zum Vergleich: Jeder erwachsene Deutsche hält im Schnitt ein Vermögen von knapp 204.000 Dollar, davon 97.000 Dollar in Finanzanlagen. Der Medianwert beträgt jedoch nur 47.000 Dollar. Das ist 2,6-mal weniger als in Japan. Allerdings holt Deutschland auf: Seit dem Jahr 2000 hat sich das Privatvermögen mehr als verdoppelt, während es in Japan nur um etwa ein Sechstel gewachsen ist.

Deutschland hat viel mehr Milliardäre

Auf der Weltrangliste aller Länder bezüglich ihrer Anzahl an Millionären und Milliardären liegt Japan an zweiter Stelle hinter den USA. Deutschland folgt hinter Großbritannien und vor China an vierter Stelle. In Japan gibt es knapp 2,6 Millionen Menschen mit einem Vermögen von mehr als eine Million Dollar. In Deutschland sind es knapp 1,8 Millionen.

Dennoch ist das private Vermögen in Japan gleichmäßiger verteilt als in Deutschland. Der Gini-Koeffizient für die Vermögensverteilung steht in Japan bei 60,9. Das ist der niedrigste Wert aller Industriestaaten. Der deutsche Gini-Koeffizient beträgt 79,1. Dazu passt, dass es nur vier Japaner mit einem Privatvermögen über eine Milliarde Dollar gibt, aber 44 Deutsche.

Foto: Dollar-Banknoten (flickr/401 (K) 2012 CC BY-SA 2.0)