Tokio (JAPANMARKT) – Die neue Opel-Mutter PSA will mit der japanischen Nidec-Gruppe Motoren für Elektroautos bauen. Standort wird Frankreich sein.

Motorspezialist als Partner

Zur französischen Groupe PSA gehören die Marken Citroën, DS, Opel, Peugeot und Vauxhall. Der aktuell zweitgrößte Autohersteller Europas ist nach Ansicht von Branchenkennern bei Elektroautos weniger gut aufgestellt als der einheimische Rivale Renault. Die Allianz mit dem japanischen Elektromotorspezialisten soll dabei helfen, dieses Manko auszugleichen.

Das Gemeinschaftsunternehmen für die Herstellung der Motoren halten PSA und die französische Nidec-Tochter Nidec Leroy-Somer zu gleichen Teilen. Nach Angaben von PSA werden zunächst 220 Millionen Euro investiert. Das neue Unternehmen nimmt im ersten Quartal 2018 den Betrieb auf. Nach französischen Presseberichten soll die Produktion bis 2022 auf 900.000 Motoren jährlich steigen.

Elektromotorlieferant für gesamte Gruppe

Die Elektromotoren würden vor allem für die gesamte Gruppe produziert, teilte PSA mit. Daher dürften auch künftige Elektroautos von Opel solche französisch-japanischen Antriebe erhalten. PSA hatte das deutsche Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall im Sommer zum Preis von 1,3 Milliarden Euro von General Motors übernommen.

Bisher arbeitete PSA bei Elektroautos mit einzelnen Partnern zusammen, etwa bei der E-Variante von dem Modell „Berlingo“ mit Mitsubishi. Doch diese japanische Marke gehört seit einem Jahr zum Renault-Nissan-Bündnis. Mit der neuen Motorstrategie ist PSA nicht allein: Zuvor hatte Honda sich für Hitachi als Partner entschieden (JAPANMARKT berichtete).

Foto: Opel-Elektroauto Ampera (Opel)