Tokio (JAPANMARKT) – Eine Delegation der Stadt Essen hat während ihrer Japanreise zwei wichtige Abmachungen geschlossen. Der Schwerpunkt liegt auf Medizin.

Künstliche Intelligenz aus Japan

Zum einen haben das Universitätsklinikum Essen und das Start-up-Unternehmen LPixel der Universität Tokyo eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. LPixel entwickelt eine Software zur Erkennung von krankhaften Erweiterungen von Blutgefäßen im Gehirn, die akut zu Blutungen führen können. Diese Software will das Klinikum Essen einsetzen.

Die Technologie kann Computer- und Magnetresonanztomografien mithilfe von künstlicher Intelligenz für eine schnelle und korrekte Diagnose analysieren. LPixel kooperiert bereits mit Japans nationalem Krebszentrum. Zu den finanziellen Unterstützern des Start-ups gehören JAFCO, Mistletoe, Toray Engineering und private Investoren.

Fokus auf Medizin und Energie

Zum anderen unterzeichneten die Städte Essen und Koriyama (Präfektur Fukushima) eine Absichtserklärung für eine Zusammenarbeit in den Bereichen erneuerbare Energien und Medizintechnik sowie für einen engen Austausch im Medizinbereich. Außer dem Universitätsklinikum arbeiten bereits die Messe Essen GmbH und die Essener Conenergy AG mit Koriyama zusammen.

Außerdem will die Präfektur Fukushima ihren Energiebedarf bis 2040 komplett aus erneuerbaren Energien beziehen. Zu diesem ehrgeizigen Ziel soll auch die nordrhein-westfälische Energiewirtschaft einen Beitrag leisten. Dafür sollen die Verwaltungen, Unternehmen und medizinischen Institutionen beider Seite ihre Zusammenarbeit verbessern.

Foto: Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen Essen und LPixel (© Stadt Essen)