Tokio (JAPANMARKT) – Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.INVEST hat das 25-jährige Jubiläum ihrer Vertretung in Japan mit zwei Gala-Events und vielen prominenten Wirtschaftsvertretern in Düsseldorf und Tokio gefeiert.

Doppelte Gala-Veranstaltung

Über 130 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft kamen in Tokio auf Einladung von NRW.INVEST und NRW Japan im Hotel New Otani zusammen. Darunter waren der Präsident von Nippon Steel & Sumikin Engineering und ehemaliger Präsident der Japanischen Industrie- und Handelskammer Düsseldorf, Shinichi Fujiwara, der Chairman von Nisshinbo Brake, Koji Nishihara, der Geschäftsführer der deutschen Außenhandelskammer (AHK) in Japan, Marcus Schürmann, Nikolaus Boltze, zugleich Präsident der AHK Japan und von thyssenkrupp Japan, sowie der Oberbürgermeister von Essen, Thomas Kufen. Einige Tage davor wurde das Jubiläum mit über 70 hochkarätigen Teilnehmern auch im Industrieklub in Düsseldorf ausgiebig gewürdigt.

NRW Japan wurde 1992 als erste ausländische Tochter der landeseigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.INVEST in Tokio als eingetragene Aktiengesellschaft (K.K.) gegründet. Ihre Kernaufgaben bestehen darin, den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen in Japan zu vermarkten und japanische Firmen bei deren Ansiedlungsplänen in NRW zu unterstützen. Das Expertenteam informiert interessierte Unternehmen über NRW, das Umfeld und Investitionsklima, über rechtliche und soziale Rahmenbedingungen, über Städte und Standorte, Messen und vor allem über Marktchancen. „Die Gründung der NRW Japan K.K. war ein wesentlicher Schritt zur Vertiefung der erfolgreichen Partnerschaft von NRW und Japan“, freute sich NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart bei der Feier in Düsseldorf.

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart bei der Jubiläumsfeier in Düsseldorf

NRW als wichtigster Japan-Standort in Europa

In den zurückliegenden 25 Jahren begleitete NRW Japan zahlreiche japanische Unternehmen bei der Ansiedlung in Nordrhein-Westfalen. Dort haben heute über 600 japanische Firmen ihren Sitz, darunter namhafte Firmen wie Asahi Kasei, Canon, Cyberdyne Care Robotics, Denso Automotive, Fujifilm, Hitachi, Makita, Mitsubishi Electric, NEC, Nippon Express, Shiseido, Takasago, Toppan, Toshiba, Toyota oder Yakult. Damit ist Nordrhein-Westfalen der wichtigste Standort für japanische Unternehmen auf dem europäischen Festland.

„Viele japanische Unternehmen wollten damals den Schritt nach Europa wagen. Das war unsere Chance in Japan den Standort zu präsentieren und japanische Unternehmen direkt vor Ort zu beraten und zu betreuen“, erklärte Petra Wassner, Geschäftsführerin von NRW.INVEST, in Tokio und Düsseldorf bei ihrem Rückblick. Der Aufbau der japanischen Business-Community sei das Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit zahlreicher Partner in Japan und NRW.

F+E-Standort für japanische Unternehmen

In den neunziger Jahren investierten zunächst vor allem japanische Unternehmen der Elektrotechnik- und der Halbleiterindustrie in NRW. Später folgten japanische Unternehmen aus den Bereichen Chemie, Umwelttechnik und erneuerbare Energien. Das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends wurde durch die Themen Chemie, Life Science und Medizintechnik geprägt. Dabei wurden Kooperationen in Forschung und Entwicklung zwischen Universitäten und Hochschulen auf- und ausgebaut.

„Nordrhein-Westfalen hat sich zu einem wichtigen externen Forschungs- und Entwicklungsstandort für die japanische Wirtschaft entwickelt“, erklärte Georg Löer, seit zehn Jahren Direktor und Präsident von NRW Japan, in Düsseldorf. Angesichts der digitalen Transformation zeigten derzeit besonders japanische Unternehmen aus den Bereichen Elektromobilität, Robotik und Künstliche Intelligenz spezielles Interesse an NRW.

Foto oben: Gala-Abend in Tokio (NRW Japan); Foto Mitte: Gala-Abend in Düsseldorf (NRW.Invest via Twitter)