Tokio (JAPANMARKT) – Der Handel zwischen Deutschland und Japan hat im bisherigen Jahresverlauf zugenommen. Auch ein neuer Impuls ist in Sicht.

Knapp zweistelliges Wachstum

Nach einer Analyse der German Asia-Pacific Business Association (OAV) auf der Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes stiegen die deutschen Ausfuhren nach Japan in den ersten drei Quartalen um 9,9 Prozent zum Vorjahr. Zugleich wuchsen die deutschen Einfuhren aus Japan um 5,6 Prozent. Das war ein größeres Plus als in den Vorjahren.

Die OAV sieht das Freihandelsabkommen zwischen Japan und der Europäischen Union als künftigen Impulsgeber für eine weitere Zunahme des Außenhandels zwischen Deutschland und Japan. Dieses Abkommen soll bis Ende Dezember unter Dach und Fach sein.

Die Europäische Union erwartet als Folge des Freihandelsvertrages einen Anstieg der EU-Exporte nach Japan um ein Drittel. Allein die EU-Ausfuhren von landwirtschaftlichen Produkten nach Japan sollen sich laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verdreifachen.

Freihandelsabkommen EU-Japan als Schubgeber

Die Zunahme des Handelsvolumens mit Japan fügt sich in das Gesamtbild eines kräftig wachsenden deutschen Außenhandels mit der Region Asien-Pazifik. Diese deutschen Ein- und Ausfuhren legten in den ersten neun Monaten dieses Jahres um jeweils knapp elf Prozent zu. Dabei stieg das Handelsvolumen auf über 290 Milliarden Euro.

Der deutsche Außenhandel mit China als der größten Volkswirtschaft in Asien wies ebenfalls hohe Zuwachsraten auf. Die deutschen Exporte ins Reich der Mitte stiegen um 14,3 Prozent, während die Importe um 7,3 Prozent nach oben gingen. Dadurch erhöhte sich der deutsch-chinesische Anteil am deutschen Asien-Pazifik-Handel auf 47,4 Prozent.

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