Tokio (JAPANMARKT) – Toyota und Panasonic wollen gemeinsam Batterien für künftige Elektroautos entwickeln. Damit forciert Toyota das Tempo in der Elektromobilität.

Nächste Akku-Generation

Konkret geht es um die Entwicklung der nächsten Generation von Akkumulatoren, auch solche mit Feststoffen als Elektrolytmaterial. Damit sichert sich Japans größter Autobauer sowohl einen Entwicklungspartner als auch einen Zulieferer für die Akkus künftiger Elektroautos.

Panasonic erhält Zugang zum exklusiven Toyota-Wissen von Feststoffbatterien und gewinnt einen langfristigen Großabnehmer für Batteriezellen. Die Konzernchefs Akio Toyoda und Kazuhiro Tsuga erklärten auf einer gemeinsamen Pressekonferenz, die Entwicklung der nächsten Akku-Generation jeweils nicht alleine schaffen zu können.

Toyota will den Anteil der elektrifizierten Fahrzeuge bis 2030 auf 50 Prozent steigern und erwartet dann einen Absatz von 4,5 Millionen Autos mit Hybridmotor – dreimal so viele wie in diesem Jahr – und eine Million Elektroautos entweder mit Steckeranschluss oder einem Wasserstofftank.

Langjährige Zusammenarbeit

Dafür ist Panasonic als Batteriepartner eine naheliegende Wahl. Schließlich ist der japanische Elektronikriese bereits der Akku-Lieferant für die aktuellen Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Modelle von Toyota. Außerdem betreiben die beiden Unternehmen seit 1996 den Batterieproduzenten Primeearth EV Energy.

Nach Informationen der Finanzzeitung Nikkei plant Toyota auch eine Standardisierung der Akkus und will dabei Daihatsu und Mazda mit ins Boot holen. Eine solche Standardisierung senkt die Kosten für Entwicklung, Produktion und Recycling und würde den beteiligten Autobauern einen Wettbewerbsvorteil bei Elektroautos verschaffen.

Foto: Akio Toyoda und Kazuhiro Tsuga besiegeln Partnerschaft (Toyota)