Tokio (JAPANMARKT) – Toyota treibt den angestrebten Wandel vom Autohersteller zum Mobilitätsanbieter voran. Prominente Geschäftspartner sind schon gefunden.

Konzept „e-Palette“

Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas präsentierten die Japaner das Mehrzweck-Konzeptfahrzeug „e-Palette“ als ihre Vision einer Stadt der Zukunft mit weniger Individualverkehr. Das kastenförmige, vierachsige Design wirkt zwar gewöhnungsbedürftig, aber Toyota will keine Privatkunden ansprechen, sondern Dienstleistungen verkaufen. Als Partner wurden bereits der E-Commerce-Gigant Amazon, die Fahrdienstvermittler Uber und Didi Chuxing und die Restaurantkette Pizza Hut gewonnen. Auch Mazda ist mit an Bord.

Toyota will das Fahrzeug in drei verschiedenen Größen anbieten, die sich wegen des flachen und niedrigen Bodens schnell umbauen und vielseitig einsetzen lassen, etwa als Lieferwagen, Büro, Hotelraum, Verkaufsfläche oder Kleinbus (siehe Video). Sie sollen autonom und vollständig elektrisch fahren, auch in Kolonne, und über eine Cloud-Plattform von Toyota verwaltet werden.

Reaktion auf neue Wettbewerber

Bei der Präsentation in Las Vegas verwies Toyota-Präsident Akio Toyoda auf die neuen Wettbewerber in der Autoindustrie: So wie Toyota sich von einem Webstuhl- zu einem Autohersteller gewandelt habe, so könnte auch Google, Apple oder Facebook der Wandel zu einem Autounternehmen gelingen. Daran denke er nachts.

„Mein Ziel ist es, Toyota von einem Automobilunternehmen zu einem Mobiliätsunternehmen zu machen, und die Möglichkeiten von dem, was wir bauen können, sind meiner Meinung nach endlos“, sagte Toyoda in Las Vegas. Die ersten Versionen der e-Palette sollen schon zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio fahren. Danach sind Tests in den USA und anderen Ländern geplant.

Foto: Toyota