Tokio (JAPANMARKT) – Ein neues Zentrum in Japan feiert den Berg Fuji als Weltkulturerbe. Das Gebäude wurde von Stararchitekt Shigeru Ban entworfen.

Weltkulturerbe Fuji

Das Fujisan World Heritage Center in Fujinomiya in der Präfektur Shizuoka sieht aus wie die Silhouette des Vulkanberges Fuji, in Japan Fujisan genannt, wenn sie sich im See Kawaguchiko spiegelt. Architekt Ban bildete diese auf den Kopf gestellte Bergform nach und überzog sie mit gitterförmig verbundenen Hölzern. Die Eröffnung fand Ende Dezember statt.

Auf einer Gesamtfläche von 3.400 Quadratmetern gibt es unter anderem einen Ausstellungsraum mit Videofilmen zu den Themen Glauben, Kultur und Natur rings um den berühmten Berg, der kürzlich in das immaterielle Weltkulturerbe der Menschheit aufgenommen wurde. Der Berg sei ein Ort der künstlerischen Inspiration, begründete die UNESCO ihre Entscheidung.

Erlebniswelt am Fuji

Von der Spitze eines Aussichtsturms ist der 3.776 Meter hohe Vulkan in einer Art „Bildfenster“ zu sehen. Während die Besucher eine knapp 200 Meter lange spiralförmige Schräge in dem Turm hochlaufen, sehen sie ein Panaroma des Berges an einer Wand, so dass sie den Eindruck bekommen, sie würden den Fuji besteigen.

Bei dem Architekturwettbewerb für das Zentrum hatten alle Bewerber jeweils Entwürfe mit einem Dach eingereicht, das dem Berg Fuji ähnelte. „Aber ich habe mir gedacht, es sei nicht möglich, mit dem Berg selbst zu konkurrieren, so dass ich die Form auf den Kopf gestellt habe“, sagte Architekt Shigeru Ban dem Online-Magazin Designboom.

Der 60-jährige Ban wurde durch seine Verbindung zwischen moderner Architektur und traditioneller japanischer Bauweise bekannt, darunter papier- und kartongestützte Häuser, Brücken, Schulen und Museen. Der Eintritt in das Fuji-Erlebniszentrum beträgt 300 Yen.

Foto: © Shigeru Ban Architects