Tokio (JAPANMARKT) – Asiens größter Autobauer Toyota hat den Gewinnausblick zum dritten Mal in diesem Geschäftsjahr angehoben. Dabei halfen auch Wechselkurseffekte.

Umsatz ebenfalls höher

Die Japaner erwarten nun ein operatives Ergebnis von 2,2 Billionen Yen (16,3 Milliarden Euro) und einen Reinertrag von 2,4 Billionen Yen. Der Umsatzausblick wurde um 1,8 Prozent auf den Rekord von 29 Billionen Yen (214,8 Milliarden Euro) bei einem Absatz von nun 10,3 Millionen Autos angehoben.

Laut des neuen Ausblicks erwarten die Japaner eine Rendite von operativ 7,6 Prozent und netto 8,3 Prozent. Im Vorjahr waren es nur 7,0 Prozent bzw. 6,8 Prozent. Die Anhebung der Prognose beruht auf einem zusätzlichen Wechselkurseffekt von 65 Milliarden Yen, Kostensenkungen um 20 Milliarden Yen und einer Ausgabenreduzierung um 95 Milliarden Yen.

Schwacher Yen als Turbo

Im Vierteljahr zwischen Oktober und Dezember wuchs der operative Ertrag um 54 Prozent zum Vorjahr auf 673,6 Milliarden Yen. Unterm Strich steigerte Toyota den Quartalsgewinn um 94 Prozent auf 941,8 Milliarden Yen. Das entsprach einer für einen Massenhersteller ungewöhnlich hohen Nettomarge von 12,4 Prozent. Knapp die Hälfte des Zuwachses gingen jedoch auf den schwachen Yen zurück.

Der japanische Autoriese exportiert im laufenden Geschäftsjahr knapp 58 Prozent seiner Japan-Produktion von 3,2 Millionen Einheiten. Das bringt bei der Rückholung der Auslandserträge um so mehr ein, je schwächer der Yen ist. Die Japan-Operation steigerte ihren Beitrag zum Betriebsgewinn im vergangenen Quartal denn auch um das 2,2-fache auf 471,1 Milliarden Yen.

Foto: Toyota