Tokio (JAPANMARKT) – Jedes achte der 1.000 am schnellsten wachsenden Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum ist in Japans Hauptstadt zuhause. Ihre Namen sind kaum bekannt.

Tokio als Start-up-König

Der deutsche Statistikdienstleister Statista hat zusammen mit der Zeitung Financial Times diejenigen 1.000 Jungunternehmen ermittelt, die zwischen 2013 und 2016 die höchsten Umsatzzuwächse im Raum Asien-Pazifik verzeichnet haben. Die Unternehmen kommen aus den elf Ländern Australien, Hongkong, Indien, Indonesien, Japan, Malaysia, Neuseeland, Philippinen, Singapur, Südkorea und Taiwan.

Nach Angaben der Zeitung sind 134 dieser Unternehmen in Tokio angesiedelt. Damit führt Japans Hauptstadt als Start-up-Standort mit Abstand das Feld an. An zweiter Stelle folgt die indische Wirtschaftsmetropole Mumbai mit 60 und die australische Stadtregion Sydney mit 52 Wachstumsfirmen. Die am stärksten vertretene Branche ist Technologie, gefolgt von Industriegütern und Gesundheit. Dreizehn der ersten 100 Unternehmen auf der Liste kommen aus Japan.

Das erste japanische Unternehmen ist Wantedly auf Platz 16. Die Jobvermittlungsplattform ist inzwischen in 15 Ländern, darunter auch Deutschland, aktiv und ging im September an die Börse. Die japanische Gründerin von Wantedly arbeitete zuvor bei Facebook und Goldman Sachs Japan. Der Umsatz von Wantedly wuchs wischen 2013 und 2016 um den Faktor 25. Japans größte Crowdfunding-Plattform Crowdworks folgt auf Platz 20 mit einem Wachstumsfaktor von 24.

Breite Branchenabdeckung

Auf Platz 48 steht Japan Investment Advisor (Finanzberatung), auf 61 Path Corp (Bezahlmanagement), auf 62 Mynet (Spiele für Smartphones), auf 76 GNI Group (Biotechnologie), auf 77 Metups (Big Data), auf 84 Ignis (App-Entwickler), auf 89 Peptidream (Arzneien auf Peptid-Basis), auf 91 Adventure (Onlinereservierung für Touristen), auf 94 Double Standard (Big Data), auf 95 Bengo4.com (Onlinerechtsberatung) und auf 100 Atrae (HR-Dienste für Unternehmen).

Bei der Berechnung des Wachstumsfaktors wurde ein Umsatz von mindestens 100.000 Dollar im Jahr 2013 und ein Umsatz von mindestens einer Million Dollar im Jahr 2016 vorausgesetzt. Das Wachstum während dieses Zeitraums sollte selbst erzeugt worden sein, also nicht durch Zukäufe. Falls das Unternehmen an der Börse notiert ist, durfte der Aktienkurs in den letzten zwölf Monaten nicht mehr als 25 Prozent gefallen sein.

Foto: Roppongi Hills in Tokio ist der Standort vieler Technologieunternehmen (flickr/Naoya Fujii CC BY-NC 2.0)