Tokio (JAPANMARKT) – Elektroautos sind bei Motoren und Batterien auf eine Vielzahl von speziellen Metallen angewiesen. Jetzt hat Toyota die Abhängigkeit etwas verringert.

Hohe Leistungsanforderungen

Nach eigenen Angaben hat Japans größter Autobauer einen hitzebeständigen Magneten mit deutlich weniger Neodym entwickelt. Diese Magnete werden in Hochleistungsmotoren für Elektroautos eingesetzt.

Die Herausforderung für diese Motormagneten legt darin, dass sie ihre Magnetisierung auch bei hohen Temperaturen behalten. Deswegen bestehen rund 30 Prozent der Magneten aus Metallen der seltenen Erden.

Verbreitet sind leistungsstarke Magnete mit Neodym, denen für eine stärkere Magnetkraft noch Terbium und Dysprosium beigemischt werden. Die letzteren beiden sind teure Metalle der seltenen Erden, die meist in Ländern mit problematischen Regierungen gefördert werden.

Ersatz durch preisgünstigere Metalle

Die weltweite Produktion von Neodym ist nach Angaben von Toyota zwar relativ hoch. Aber Experten befürchten Engpässe ab 2025, wenn sich Elektroautos stärker verbreiten. Dennoch wurde bisher wenig getan, um der absehbaren Verknappung zuvorzukommen.

Doch Toyota ist es nun gelungen, die Menge an Neodym im Motormagnet um rund die Hälfte zu verringern und auf Terbium und Dysprosium ganz zu verzichten. Das Neodym wird teilweise durch die reichlich vorhandenen Metalle Lanthan und Cer ersetzt. Diese Metalle der seltenen Erden kosten daher 20 Mal weniger als Neodym.

Mit nicht näher erläuterten Technologien wurde ein Verlust von Hitzebeständigkeit und Magnetfeldstärke verhindert. Nun wird Toyota seine Zulieferer mit der Produktion beauftragen. Bis 2030 will der Autobauer jährlich 5,5 Millionen elektrifizierte Fahrzeuge bauen, davon mindestens 1 Million batteriegetriebene Elektroautos.

Foto: Magnet des Elektromotors im Hybridfahrzeug Prius IV (Toyota)