Tokio (JAPANMARKT) – Das kleine Geschäftsflugzeug von Honda entwickelt sich zu einem kommerziellen Erfolg. Sogar der alteingesessene Rivale wurde abgehängt.

Auslieferungen verdoppelt

2017 wurden 43 HondaJet an Kunden ausgeliefert. Das waren mehr als doppelt wie im Vorjahr. Der Wettbewerber Cessna lieferte nur 39 Flugzeuge des wichtigsten Modells Citation M2 aus. Im Honda-Werk in den USA werden monatlich vier Flugzeuge gefertigt.

Nach Angaben von Honda ging jeweils die Hälfte der ausgelieferten Flugzeuge an Privatpersonen und Unternehmenskunden. Die Nachfrage zog besonders in Nordamerika und Europa an. Ein Flugzeug kostet rund 4,5 Millionen Dollar (JAPANMARKT berichtete).

Der Auftragsboom könnte nach Ansicht von Branchenexperten wegen des gestiegenen Ölpreises anhalten. Der HondaJet soll nach Herstellerangaben 20 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als Wettbewerber wie Cessna. Dazu tragen vor allem die von Honda selbst produzierten Triebwerke bei.

Expansion nach Asien

Laut der Finanzzeitung „Nikkei“ stieg die Nachfrage nach Geschäftsflugzeugen 2017 leicht an, auch wenn sich das Marktvolumen immer noch nicht vom Einbruch der Finanzkrise erholt hat. Aber in der Kategorie der ultrakleinen Flieger kann der HondaJet mit mehr Platz für seine sieben Passagiere und weniger Lärm im Innenraum punkten, weil die Triebwerke über den Flügeln sitzen.

Honda Aircraft konzentriert sich nach Nordamerika vermehrt auf den asiatischen Markt. In Guangzhou in China wurde ein Vertriebsbüro eröffnet. Auch in Europa wächst das Interesse: Bei der Flugzeugshow in Singapur im Februar unterzeichnete die französische Fluggesellschaft Wijet einen Auftrag über 16 HondaJets. Sie sollen alte Cessna-Maschinen ersetzen.

Foto: Honda Aircraft