Tokio (JAPANMARKT) – Japans zweitgrößter Autobauer Nissan und sein Partner DeNA beginnen einen Feldversuch mit Robotertaxis. Allerdings gibt es eine Einschränkung.

Befragung während der Fahrt

Die Fahrzeuge sollen ab 5. März auf einer 4,5 Kilometer langen Strecke zwischen der Konzernzentrale von Nissan nahe dem Bahnhof Yokohama und dem Einkaufszentrum Yokohama World Porters fahren. Die Fahrten werden von einem eigenen Überwachungszentrum aus verfolgt. Abweichungen von der Strecke sind aber nicht möglich.

Unterwegs können die Passagiere über einen Touchscreen im Fahrzeug mit Hilfe einer speziellen App Kommentare und Wünsche eingeben und ihre bevorzugten Sehenswürdigkeiten aus einer fast 500 Punkte langen Liste auswählen. Außerdem können sie Rabattgutscheine für 40 Restaurants und Geschäfte herunterladen.

Während der Fahrt werden die Nutzer zu ihren Erfahrungen und ihrer Zufriedenheit mit dem Easy Ride befragt. Dazu gehört auch die Frage, wie viel Geld sie für eine solche Fahrt bezahlen würden. Die Informationen wollen Nissan und der Partner DeNA auswerten, um ihr Angebot zu kommerzialisieren.

Individualisierter Busverkehr

Für diesen individualisierten Busverkehr kooperieren mit Nissan und DeNA zwei Unternehmen, die im autonomen Fahren ihre Zukunft sehen: Der Autobauer ist japanischer Vorreiter bei der Einführung von autonomen Assistenzsystemen. Der Informationstechnologie-Dienstleister DeNA experimentiert schon seit einiger Zeit mit Roboterfahrzeugen.

Beide Unternehmen stehen unter gewissem Zeitdruck bei der Einführung ihrer Technologien. Denn die japanische Regierung möchte zu den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio den ausländischen Besuchern japanische Robotertaxis auf ausgewählten Strecken präsentieren, etwa zwischen verschiedenen Sportstätten oder zum Olympischen Dorf.

Foto: Easy Ride