Tokio (JAPANMARKT) – Panasonic wurde in Japan einst mit Haushaltsgeräten groß. Zum 100-jährigen Jubiläum soll die Vernetzung dem Geschäft neuen Schub verleihen.

Haushaltsgeräte als Ursprung

Konzernchef Kazuhiro Tsuga hatte im Januar 2013 erklärt, dass die Haushaltsgeräte die Erbsubstanz von Innovation und der Massenproduktionstechniken von Panasonic seien.

“Leider sind diese Geräte nicht mehr an der Speerspitze der technologischen Innovation”, räumte Spartenchef Tetsuro Homma bei einer Feier des 100-jährigen Jubiläums des Traditionsunternehmens ein. Das seien derzeit der Automobil- und Elektronikbereich.

Doch nun will Panasonic das traditionelle Geschäft mit der weißen Ware, wie Haushaltsgeräte häufig genannt werden, mit Hilfe des Internets der Dinge wiederbeleben. Alle Geräte vom Haartrockner bis zum Mikrowellenherd sollen sich künftig verbinden und auch aus der Ferne steuern und regeln lassen.

Nationale Verbindung von Haushaltsgeräten

Zugleich werden neue Haushaltsgeräte mit neuen Funktionen entwickelt, etwa ein Ofen, der die Zutaten selbsttätig erkennt und kochen kann. Auch will Panasonic den Besitzern der Geräte Rezepte vorschlagen und die Zutaten online bestellen helfen.

Im Schlafzimmer soll künftig ein automatisches Regelsystem für einen besseren Schlaf sorgen. Dafür werden die Lichter und die Klimaanlage vernetzt und die Raumtemperatur an die Bedingungen im Zimmer und außerhalb automatisch angepasst.

Im Herbst beginnt Panasonic mit einem Feldversuch mit rund 1.000 Geräten in Tokio, Osaka und Shiga. Für ihre Verbindungen baut der Mobilfunkbetreiber NTT Docomo ein Low Power Wide Area (LPWA) Netzwerk auf. Diese Technologie gilt als besonders vorteilhaft für das Internet der Dinge.

Foto: Haushaltsgeräte-Chef Tetsuro Homma zelebriert 100 Jahre Panasonic (© Martin Fritz)