Tokio (JAPANMARKT) – Die japanische Regierung setzt auf Wachstumsimpulse durch Start-ups in der Raumfahrt. Dafür hat sie jetzt ein dickes Hilfspaket geschnürt.

Finanzielle Unterstützung

Anlässlich einer Konferenz zur Weltraumentwicklung hat Japans Premierminister Shinzo Abe die Gründung eines Fonds für die Unterstützung von Jungunternehmen im neuen Wirtschaftsbereich der Raumfahrt verkündet. Über einen Zeitraum von fünf Jahren sollen 100 Milliarden Yen (770 Millionen Euro) in Form von Krediten und direkten Beteiligungen fließen.

Konkret können neu gegründete Unternehmen eine Starthilfe von jeweils zehn Millionen Yen (77.000 Euro) etwa für Forschungsvorhaben und Patentanmeldungen bekommen. Zusätzlich vergeben die Development Bank of Japan und der halböffentliche Beteiligungsfonds INCJ (Innovation Network Corp. of Japan) Kredite.

Vermittlung von Experten

Außerdem richtet die Regierung die Vermittlungsplattform „S-Matching“ ein, um junge Unternehmer und ihre Start-ups im Raumfahrtbereich mit Investoren, Risikokapitalgebern und etablierten Unternehmen zusammenzubringen. Als weitere Unterstützung werden erfahrene Weltraumexperten etwa von der Weltraumagentur JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency) und von Systementwicklern wie Mitsubishi Heavy Industries mit den Start-ups zusammengebracht.

Ein weiteres Förderprogramm namens „S-Booster“ ist als öffentlicher Wettbewerb um Geschäftsideen im Raumfahrtbereich angelegt. Die Gewinner erhalten finanzielle Hilfen für erste Vorstudien zur Umsetzung ihrer Idee sowie für die Patentanmeldung. Die Start-ups sollen auch die Möglichkeit erhalten, die Geopositionsdaten des neuen japanischen Satellitensystems Quasi-Zenith für ihre Arbeit zu nutzen. Das System geht Anfang November in Betrieb.

Foto: Premier Abe auf der Weltraumkonferenz (Kantei)